Tagebuch Franz Küberl: 27. Juli 2008
Eine Nomadenschule/Nordkenia
Nach langer Fahrt durch Stein- und Sandwüste kommen wir auf ein Hochplateau. Wir sehen eine echte Innovation: Wassertanks, die in der Lage sind, das nach Regengüssen von den Bergen kommende Wasser zu speichern. 19 solcher Tanks mit bis zu 150.000 Liter Fassungsvermögen spenden den Nomaden für ihre Familien und Herden Lebensgrundlage. Unsere Partner von der Organisation PISP haben vor, an verschieden Stellen dieses rund 60.000 km2 großen "Almengebiets" eine ganze Reihe von Tanks und Wasserbohrlöchern zu errichten. Das nicht nur unter hydrografischen Gesichtspunkten sondern auch danach, wie viele Menschen mit ihrem Vieh Platz haben.
Die nächste Station ist ebenfalls einer Innovation gewidmet: Eine Nomadenschule,die selbst "nomadenhaft" ist. Der Lehrer kommt mit seiner einfachen Zeltschule nämlich mit, wenn die Kinder nach etwa drei Monaten in ein neues Weidegebiet ziehen. Auf der Fahrt nach Kalacha pünktlich um 18.30 ein Naturschauspiel: Die tropische Sonne geht unter.


