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Caritas hilft unter schwierigsten Bedingungen - 17.01.10

Caritas verteilt Hilfspakete an die Bevölkerung. Foto: Hough, Caritas 2010

Zelte als Notunterkünfte werden auf den Straßen, die nicht verschüttet sind aufgebaut. Foto: Hough, Caritas 2010
Sonntag, 17. Jänner - "Die Situation ist unhaltbar. Die Toten liegen auf der Straße und ein Verwesungsgeruch hängt über der Stadt. Es gibt kein Trinkwasser und keine Lebensmittel in Port-au-Prince, die Menschen müssen auf der Strasse schlafen und stehen unter Schock. Trotz extremer logistischer Probleme und chaotischer Zustände kommt die Hilfe an. Jedes Lebensmittelpaket, das wir unter die Menschen bringen, rettet Leben", betont Christoph Petrik-Schweifer, Caritas-Auslandshilfechef und Vorstandsvorsitzender von Nachbar in Not.
Die Caritas konnte in Port-au-Prince aus drei bestehenden Katastrophenvorsorge- Lagern kurz nach dem Erdbeben mit der Verteilung von Decken, Zelte, Werkzeuge, Wasser und Lebensmittel an die Betroffenen verteilen. Aus der benachbarten Dominikanischen Republik sind Lebensmittelpakete für 50 000 Menschen auf dem Weg nach Haiti. Eingetroffen sind bereits 15 Tonnen Gebrauchsgüter. In Kürze werden 200 Tonnen Soyaöl, 1300 Tonnen Weizen sowie Wassercontainer und Chlortabletten für 2000 Familien erwartet. Weiter werden 157 Rollen Abdeckplanen, Wasserkanister, Moskitonetze, und Hygienekits für 500 Familien bereit gestellt. Mittlerweile wurden von der Caritas 25 Verteilstellen für Nahrungsmittel in Port-au-Prince und zwei in Jacmel definiert.
Spenden per sms: 0664-660 3333 (einfach Spendenbetrag eingeben und abschicken, wird von Telefonrechnung abgebucht)
Auch die Suche nach Überlebenden geht weiter. Am Tag vier der Katastrophe konnten in Port au Prince 50 Überlebende geborgen werden, berichtete der Deutsche Alexander Bühler vom internationalen Caritas-Team via Satellitentelefon. Unter den Suchtrupps befinden sich auch MitarbeiterInnen der Caritas Mexiko.
Am kommenden Montag werden die deutsche und die Schweizer Caritas Hilfsgüter nach Haiti fliegen. An Bord der Maschine befinden sich 33 Grossraumzelte, Plastikplanen für großflächige Abdeckungen, 1500 Einzelplanen, 20 000 Wasserkanister, 2200 Fleece-Decken, 4 Mio. Chlortabletten zur Reinigung von 40 Mio. Litern Wasser und 8 Health Kits, die eine medizinische Grundversorgung für 80 000 Menschen über drei Monate gewährleisten. Die österreichischen Katastrophenhelfer Sabine Wartha, Thomas Preindl und Ruth Schöffl sind nach Haiti unterwegs, um das internationale Caritas-Team vor Ort zu verstärken und werden voraussichtlich am Montag ankommen. Obwohl sie selbst vom Erdbeben betroffen sind, sind die MitarbeiterInnen der Caritas Haiti Tag und Nacht im Einsatz.
Haiti ist das ärmste Land Lateinamerikas: 70 Prozent der Bevölkerung lebt mit weniger als zwei Dollar pro Tag. Zudem wird das Land immer wieder von Naturkatastrophen heimgesucht. So forderten im Herbst 2008 mehrere verheerende Wirbelstürme über 800 Tote und rund eine Million Betroffene. Etwa 100 000 Häuser wurden beschädigt.
Die Caritas Österreich hilft gemeinsam mit den anderen Hilfsorganisationen unter dem Dach von Nachbar in Not und bittet dringend um Spenden für die Opfer des Erdbebens in Haiti:
Caritas: PSK 7.700 004, BLZ 60.000, Kennwort: Erdbeben Haiti
Nachbar in Not: PSK 90 150 300, BLZ 60.000, Kennwort: Erdbeben Haiti
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