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Hilfe für die Kleinsten in Haiti - 28.01.10
Die Hilfe kommt an: Der österreichische Caritas-Katastrophenhelfer Thomas Preindl mit Fourcard und den Waisenkindern. Foto: CARITAS
Die Caritas sichert Jamel (Bild rechts) und den anderen für die nächsten Wochen das Überleben. Foto: CARITAS
Am 12. Jänner war Joe Lesly Fourcard im Wohnzimmer seines erst vergangenes Jahr eröffneten Waisenhauses "Children`s House of Hope", als die Erde zu beben begann. Binnen weniger Sekunden riss er zwei Kinder an sich und übergab sie einem größeren Buben, dann eilte er zu den anderen Kindern zurück. Doch das Haus hielt dem Erdbeben nicht länger stand. Fourcard wurde von den Trümmern begraben, erst nach 6 Stunden konnte er geborgen werden. Vier Waisenkindern überlebten das schreckliche Beben nicht, das Haus wurde vollkommen zerstört.
Gemeinsam mit 17 Kindern und einigen Nachbarn hat der engagierte Waisenhausleiter nun im Garten seines Privathauses ein provisorisches Lager aufgeschlagen. Aus Angst vor Nachbeben betreten sie das Haus nur untertags. Die Kleinen, die im Freien schlafen, leiden unter dem ständigen Wind und sind verkühlt. Trotz des Einsatzes von Fourcand, seiner Cousine Michelle und einigen Freiwilligen kommen sie kaum über die Runden. Essen, Windeln, Medikamente sind nach dem Beben schwer zu bekommen und teuer. An einen Wiederaufbau des Hauses ist noch lange nicht zu denken. Aus Spendenmitteln konnte die Caritas hier Soforthilfe leisten: Für die nächsten Wochen sind Essen, Kleidung und Medikamente für die Waisen gesichert. Um die kranken Kinder kümmerte sich zudem eine Caritas-Ärztin. Jetzt online spenden!
Christoph Petrik-Schweifer, Auslandshilfechef der Caritas Österreich und Vorstandsvorsitzender von Nachbar in Not erklärt, warum die Hilfe für Kinder auch in Haiti ein Schwerpunkt der Caritas ist: "Kinder sind von Katastrophen besonders schwer betroffen, denn sie werden schnell krank, wenn sie nicht genug zu essen haben oder schmutziges Wasser trinken müssen. Dazu kommt, dass sie etwa Kinderhändlern in die Hände fallen können, wenn sie niemanden mehr haben, der sich um sie kümmert. Außerdem ist es für sie wichtig, dass sie schnell wieder die Schule besuchen können und so ein wenig Alltag in ihr Leben einkehrt."
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