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Papst in der Notschlafstelle - 15.02.10
Papst Bendikt XVI am Weg in die Caritas Notschlafstelle am Bahnhof. Foto: Caritas Internationalis
Besuchten obdachlose Menschen: Schönborn, Landau
Schenkten Suppe aus: Kapellari, Küberl
Ein gemeinsames Zeichen gegen Armut und soziale Ausgrenzung in Europa im Zusammenhang mit der "Zero Poverty"-Kampagne der Caritas haben am Sonntag Bischöfe in vielen Ländern gesetzt. Papst Benedikt XVI. ging mit einem Besuch in Roms "Citta della Carita" voran. "Die Menschen müssen nicht nur mit Essen versorgt werden oder Hilfe erhalten, um aus ihren Schwierigkeiten herauszukommen. Es ist für sie auch wichtig zu wissen, wer sie sind, sie müssen die Wahrheit über die ihnen innewohnende Würde kennen", sagte der Papst bei seiner Rede zu den Menschen in der Caritas-Notschlafstelle am römischen Hauptbahnhof.
Schönborn und Landau in der Gruft
In Wien war Kardinal Christoph Schönborn gemeinsam mit dem Wiener Caritasdirektor Michael Landau im Caritas-Obdachlosenzentrum "Gruft" im 6. Bezirk zu Gast. Kardinal Schönborn betonte anlässlich seines Besuchs in dem Caritas-Zentrum: "Die Wirtschaftskrise hat arme Menschen am stärksten getroffen. Bei den Budgetverhandlungen der kommenden Monate darf ein Sparpaket nicht auf Kosten der Schwächsten ausverhandelt werden. Im 'Europäischen Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung' müssen Armutsvermeidung und Armutsbekämpfung auch in unserem Land Prioritäten sein."
Kapellari und Küberl im Marienstüberl
Der Grazer Bischof Egon Kapellari und Caritas-Präsident Franz Küberl halfen im Caritas-Sozialzentrum "Marienstüberl" beim Austeilen der Suppe für die Besucher des Tageszentrums. Dort werden pro Tag rund 200 Menschen betreut. Sie kommen zu Mahlzeiten, Dusche oder zum Gespräch. Der Grazer Diözesanbischof und Österreich-Vertreter in der ComECE, Egon Kapellari, betonte, die Besuche an diesem Sonntag seien "ein gemeinsames Zeichen des Papstes in Rom und der Bischöfe in Europa". Es gehe ihnen um die Probleme von Menschen, die am Rande stünden und für die Armut die Lebenswirklichkeit sei. Die Kirche begleite auch diese Menschen, denen es nicht gut gehe. "Sie steht an ihrer Seite", so Kapellari. Am 19. Februar wird der Kärntner Diözesanbischof Alois Schwarz gemeinsam mit dem Kärntner Caritasdirektor Viktor Omelko eine Obdachloseneinrichtung der Caritas in Klagenfurt besuchen.
In Europa leben 85 Millionen Menschen in Armut, jedes 5. Kind lebt unter der Armutsgrenze. Deshalb lädt die Caritas im Rahmen ihrer Kampagne Zero Poverty - Null Armut, alle ein, sich gegen die Armut zu engagieren.
Bitte unterschreiben Sie unsere Petition gegen die Armut: www.zeropoverty.org/de/petition
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