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"Caritas und Diakonie unverzichtbar für die Kirche" - 25.06.10
Caritas und Diakonie wurden mit dem "Kardinal König Preis" 2010 ausgezeichnet. Foto: kathbild.at/Rupprecht
Für ihren "Einsatz an den Rändern des Lebens" haben Caritas und Diakonie am Donnerstag, 24. Juni 2010, den "Kardinal König-Preis 2010" erhalten. "Wo wir nicht hinschauen, bleibt ihr Blick haften", führte der Publizist Heinz Nussbaumer, Vizepräsident der "Kardinal König-Stiftung", bei der Preisverleihung aus. Als Präsident der Stiftung überreichte der Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari die Auszeichnungen an Caritas-Präsident Franz Küberl, den Wiener Caritasdirektor Michael Landau, Diakonie-Direktor Michael Chalupka und Diakonie-Präsident Roland Siegrist.
"Helfende Hand und die mutige Stimme"
Der "Kardinal König-Preis" sei symbolischer Dank an jene Tausende Menschen, "die in Österreich amtlich oder ehrenamtlich den Prinzipien Caritas und Diakonia dienen", so Kapellari. Caritas und Diakonie seien "unverzichtbare Grundvollzüge für jede christliche Kirche." Caritas und Diakonie seien zwei eigenständige, unersetzlich gewordene Organisationen, die jedoch gemeinsam ein Tandem bilden: "Im Füreinander sind sie immer wieder erste Ansprechpartner und Verbündete, im Miteinander eine ganz enorme Kraft, ein Netzwerk mitfühlender, mitsorgender, gläubiger Menschen", betonte Nussbaumer. Der Publizist erkannte eine durchgängige, stille Dankbarkeit für die "helfende Hand und die mutige Stimme" beider Einrichtungen in der Bevölkerung.
Gleichheit der Menschen
Die Caritas verfolge ein einfaches jesuanisches Prinzip, nämlich sich dem Nächsten als Nächsten zu erweisen, erklärte der Caritas-Präsident Franz Küberl in seinen Dankesworten: "Dazu ist alles schon da: Vor und für Gott sind alle Menschen gleich viel wert - unsere Aufgabe ist es, das auch unter den Menschen bekannt zu machen." Es sei "das Drama der Menschheit, dass die Armut nie geschrien hat", hob Küberl weiters hervor. Kardinal König sei ein großer Brückenbauer und ein Mann des Dialogs gewesen: "So ist es auch Aufgabe der Caritas, einen Dialog zwischen ärmeren und reicheren Menschen zu schaffen. Wir haben uns auch einem Dialog des Handelns verschrieben."
Prolog ökumenischer Durchdringung
Der Diakonie-Direktor sah in der gemeinsamen Verleihung des "Kardinal König-Preises" an Caritas und Diakonie einen "Epilog der Geschichte von Reformation und Gegenreformation" und einen "Prolog ökumenischer Durchdringung der Gesellschaft mit Liebe zur Freiheit und Mut zur Verantwortung". Beim "Einsatz für die Menschen an den Rändern der Gesellschaft und an den Rändern des Lebens" gehe es um die Freiheit eines jeden Menschen und die, "die in die Verantwortung führt", so der Diakonie-Direktor. "Caritas und Diakonie verstehen sich nicht als Sand im Getriebe der Republik und auch nicht als moralische Instanz - vielleicht so manches Mal als Stachel im müden Fleisch."
Kirche als "global prayer"
"Die Aufgaben der Zukunft lassen sich nur in globaler Verantwortung bewältigen, im Einsatz für Gerechtigkeit und für die Bewahrung der Schöpfung", sagte der Wiener Caritasdirektor Michael Landau. Dass Kirche "global prayer" sei, habe schon Kardinal König gewusst: "Kirche auf den Spuren des Kardinals ist Kirche der Weite. Gemeinsam können wir Wunder wirken - das ist eine Erfahrung der täglichen Arbeit, nicht zuletzt von Caritas und Diakonie.
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