News

Schwerstes Erdbeben in China seit 30 Jahren - 13.05.08

Erdbeben in Chinawww.alertnet.org reuters

Das Erdbeben in China hat eine Region so groß wie Frankreich verwüstet, tausende Menschen liegen noch unter den Trümmern. Das Beben der Stärke 7,8 auf der Richter-Skala hatte die Region am Montagnachmittag (Ortszeit) erschüttert. Die chinesischen Hilfskräfte gelangen nur langsam in die zerstörten Regionen vor, viele der Straßen sind nur zu Fuß passierbar.
Zusätzlich sorgte einen Tag nach dem verheerenden Erdbeben in China ein starkes Nachbeben für neue Panik in der Unglücksprovinz Sichuan im Südwesten der Volksrepublik. In der Provinzhauptstadt Chengdu wackelten am Dienstagnachmittag (Ortszeit) erneut Bürogebäude, Menschen strömten in Panik auf die Straßen. Nach Angaben von Xinhua hatte das Nachbeben die Stärke 6,1 auf der Richterskala.

Wettlauf mit der Zeit. Die Bergungsarbeiten sind ein Wettlauf mit der Zeit. Zehntausende Menschen wurden obdachlos, Tausende sind verletzt. Dringend werden Trinkwasser, Medikamente, Zelte und Nahrungsmittel benötigt. China hieß angebotene internationale Unterstützung ausdrücklich willkommen.
Erste Hilfe für die Opfer rollte bereits an. Ärzteteams und Helfer wurden nach Sichuan entsandt. Die Fluggesellschaft China Eastern Airlines schickte vier Maschinen mit Hilfsgütern und Hunderte Mitglieder der Rettungsmannschaften aus anderen Städten in die Provinzhauptstadt Chengdu, deren Flughafen für normale Flüge gesperrt wurde.
Die Armee schickte mehrere zehntausend Soldaten ins Katastrophengebiet. Mehrere Provinzen bereiteten Medikamente und medizinisches Gerät vor oder sandten Tausende Zelte für die Opfer.
In einer einzigen zerstörten Schule in Dujiangyan sollen fast 900 Schüler verschüttet worden sein. Die dreistöckige Juyuan-Schule stürzte teilweise ein, als in 18 Klassen jeweils 50 Kinder Unterricht hatten, wie die Staatsagentur Xinhua berichtete. Einige verschüttete Kinder versuchten, sich selbst aus den Trümmern zu befreien. "Andere riefen nach Hilfe", berichtete Xinhua. In der Stadt Shifang in Sichuan begruben die Trümmer einer einstürzenden Chemiefabrik mehrere hundert Arbeiter unter sich, wie amtliche Medien berichteten. Mehr als 80 Tonnen Ammoniak traten aus. Etwa 6000 Anwohner mussten vor den gefährlichen Dünsten der Chemikalie in Sicherheit gebracht werden.
Auch erste Helfer der Caritas sind ins Krisengebiet unterwegs um mit ihren lokalen Partnerorganisationen Hilfe für die betroffenen Menschen zu leisten. 


Jetzt online spenden!
Zum Schwerpunkt China

Die Caritas bittet dringend um Spenden für die Erdbeben-Opfer
Spendenkonto: PSK 7.700 004, BLZ 60.000,  Kennwort: Erdbeben China

  • Seite drucken
  • Link versenden
  •                                                                         
  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • Delicious
  • Digg!