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Brief aus Myanmar: Scheinbild der Normalität - 29.05.08
Ein österreichischer Caritas-Mitarbeiter* berichtet aus dem Katastrophengebiet
Es ist schön zu sehen, mit welchem Einsatz die Helferinnen und Helfer unserer Partnerorganisationen am Werk sind. Trotz widrigster Umstände arbeiten sie
fast ununterbrochen. Die Aussicht, weiteren Menschen das Überleben zu sichern, hält uns alle hier aufrecht. Die Regierung bemüht sich unterdessen, möglichst schnell ein Bild der Normalität zu präsentieren und unterstützt die Rückkehr der Wirbelsturmopfer zurück in ihre zerstörten Dörfer aktiv, in dem sie RückkehrerInnen Fahrtkosten oder Reisrationen bezahlt. Dabei versuchen die Militärs, die Realität zu überholen: Am 1. Juni sollen die Schulen wieder geöffnet werden.
Als Caritas versorgen wir mit unseren Partnern die Betroffenen mit Zeltplanen für ein provisorisches Dach über dem Kopf. Es wurden auch fünf temporäre Schulen in Pathein eingerichtet. Doch für die meisten Kinder, die vom Zyklon betroffen sind, ist an eine geregelte Schule noch nicht zu denken. Die Schulgebäude sind großteils zerstört. Es fehlt auch an Unterrichtsmaterialien. Am 1. Juni werden sich die meisten Schultüren kaum öffnen lassen. Vor allem deshalb, weil sie gar nicht mehr existieren.
Jetzt online spenden!
Die Caritas bittet um Spenden für die Opfer des Wirbelsturms in Myanmar:
PSK 7.700 004, BLZ 60.000, Kennwort: Burma/Myanmar
(*Name wird aus Sicherheitsgründen nicht genannt)
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