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Brief aus Myanmar: Schlimmes Schicksal - 30.05.08
Die Opfer des Wirbelsturms in Burma werden noch lange Hilfe brauchen.
Ein österreichischer Caritas-Mitarbeiter* berichtet aus dem Katastrophengebiet.
Katastrophenhilfe bedeutet, ständig mit schlimmen Schicksalen konfrontiert zu sein. Abgrenzung gehört zur professionellen Arbeit, ansonsten ist man ja selbst keine Hilfe. Manche Geschichten gehen einem freilich dennoch besonders nah: Ich denke hier etwa an eine Frau, die wir mit einem kleinen Baby gefunden haben. Sie war auf dem Rückweg von einem Flüchtlingscamp in ihr Dorf, und sichtlich sehr verstört. Sie erzählte, dass sie während des Zyklons mit ihrem Baby einkaufen war und ihr zweites Kind bei ihrer Schwester ließ. Sowohl ihr zweites Kind als auch ihre Schwester sind bei dem Wirbelsturm ums Leben gekommen. Und als sie selbst von einer Flutwelle erfasst wurde, entglitt ihr sogar ihr kleines Baby und fand es einige Zeit schreiend auf einem Baum wieder. Instinktiv hatte sich das einjährige Kind mit beiden Händen festgehalten und konnte dadurch überleben. Auf die Frage was sie jetzt gedenke zu tun, antwortete die Frau, sie würde ihr Haus wieder aufbauen. Wie sie das, ganz alleine, gedenke zu schaffen, konnte sie nicht beantworten. Die Wahrheit ist, so eine Katastrophe kann niemand allein bewältigen. Kein Mensch, kein Dorf und auch kein Land.
Die Caritas bittet um Spenden für die Opfer des Wirbelsturms in Myanmar:
PSK 7.700 004, BLZ 60.000, Kennwort: Burma/Myanmar
(*Name wird aus Sicherheitsgründen nicht genannt)
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