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Die Kälte weicht langsam zurück - 22.02.12

Foto: Walter Luttenberger Foto: Walter Luttenberger

Die Kältewelle hat in weiten Teilen Europas bis zum 18. Februar mehr als 600 Kälteopfer gefordert. Selbst Nordafrika wurde von der Kältewelle in Mitleidenschaft gezogen. Die Lage hat sich mittlerweile jedoch teilweise entspannt.

Ukraine - So hilft die Caritas
Die Caritas in der Ukraine hat rasch reagiert und Hilfsmaßnahmen in Gang gesetzt: in der Hauptstadt Kiew gibt die Caritas an drei Orten warmes Essen für Obdachlose aus. In der Stadt Ternopil ist die Caritas mit ihren HelferInnen in den vom Ministerium bereit gestellten Zelten im Einsatz. Mit Hilfe des internationalen Caritas Netzwerks wurde ein landesweites "Wärme-Netzwerk" geschaffen, das die notleidende Bevölkerung - Obdachlose, alte und sozial schwache Menschen - in zwölf Städten mit einem Platz zum Aufwärmen sowie mit warmem Essen und Tee versorgt. Darüber hinaus erhalten die Betroffenen auch warme Kleidung und medizinische Hilfe. Auf diese Weise werden über 1.000 Personen pro Tag versorgt. 


Serbien
 - So hilft die Caritas
In vielen Gebieten Serbiens wurde wegen der Neuschneemassen der Notstand ausgerufen. Behörden, Schulen und Kindergärten waren geschlossen. Um einen Zusammenbruch des Stromnetzes abzuwenden, wurden auch private Unternehmen aufgerufen, ihre Produktion einzustellen.

Die Caritas Belgrad hat ein Nothilfeprogramm gestartet. Mit Lebensmittelpaketen und Medikamenten sollen 320 Familien in ihren Häusern versorgt werden. Bei Bedarf bieten die Caritas-MitarbeiterInnen auch psychosoziale Beratung an. Mit diesen Maßnahmen der Caritas Belgrad werden die Menschen in ländlichen Regionen des Westens, Ostens und Südens Serbiens erreicht. 

Republik Moldau - So hilft die Caritas
Im Norden der Republik Moldau herrschten Temperaturen von minus 30°C, die betroffenen Gebiete wurden zum  Katastrophengebiet erklärt. Die Caritas Moldau hat ihr Obdachlosenhaus "St. Stephanus" in einem Vorort von Chisinau nun für alle Menschen geöffnet, die einen Schlafplatz und warmes Essen benötigen. Im Aufenthaltsraum wurden Matratzen aufgelegt, um alle Bedürftigen über Nacht aufnehmen zu können. Die Suppenküche der angrenzenden Pfarre hat einen Notbetrieb aufgenommen.

Die Caritas Moldau und die orthodoxe Partnerorganisation Diaconia nehmen am UNO-Hilfsprogramm für die Kälteopfer der Republik Moldau teil und stellen ihr Personal und ihre Strukturen bei der Verteilung von Decken, Lebensmitteln und Medikamenten für die Bedürftigen zur Verfügung. Damit sollen landesweit mehr als 25.000 bedürftige Personen versorgt werden.

Albanien - So hilft die Caritas
Die am meisten betroffen Gebiete sind die Grenzregion zu Montenegro und Kosovo sowie Griechenland.

Die Caritas Albanien fährt mit der Verteilung von Decken und Lebensmitteln fort, soweit es die Straßenverhältnisse zulassen. Weitere Hilfeleistungen aus Österreich werden überlegt, aber sind derzeit wegen der Unzugänglichkeit zu den Gebieten nicht möglich.

Weißrussland - So hilft die Caritas 
Die Caritas hat mittlerweile  über 2000 Familien in den ärmsten Regionen des Landes mit Brennholz und Briketts, Lebensmitteln, Medikamenten sowie Winterkleidung versorgt. In den Armenküchen werden rund 8.000 Mahlzeiten im Monat ausgegeben. Im Rahmen weiterer Nothilfeaktivitäten werden 5.500 Menschen mit Brennholz und Briketts, Lebensmitteln, Medikamenten sowie Winterkleidung versorgt.

Armenien - So hilft die Caritas
Die Caritas Armenien leistet einen Beitrag von jeweils 50 Euro pro Person zur Abdeckung der Heizkosten für 580 behinderte Personen und alte Menschen in 4 Städten.

Caritas-Spendenkonten:

PSK 7.700 004, BLZ 60.000, Kennwort: Menschen in den ärmsten Ländern Europas 
Erste Bank 012-34560, BLZ 20.111, KW: Menschen in den ärmsten Ländern Europas

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