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Mali: Islamistische Rebellen auf dem Rückzug - 06.02.2013

Die Caritas vor Ort kümmert sich um die Flüchtlinge. Im Bild eine Frau aus Diabaly. Foto: Caritas Segóu

Die Rückeroberung der von radikalen islamistischen Gruppierungen besetzen Gebiete durch die malische und die französische Armee geht voran. Auch Diabaly in der Region Ségou konnte befreit werden, nachdem die Rebellen auf ihrem Vormarsch Richtung Süden und Hauptstadt Bamako die Stadt eine Woche lang kontrolliert hatten. Die kurze Herrschaft der islamistischen Rebellen hat in der Kleinstadt mit rund 30.000 EinwohnerInnen Spuren hinterlassen: "Unter Lebensgefahr flüchteten die Menschen - die meisten in die beiden rund 60 km entfernten Orte Molodo und Niono. Viele wurden verletzt, Häuser wurden niedergebrannt, Vorräte geplündert, Tiere umgebracht  und Felder zerstört. In der Schule wurden die Bänke und Tische der Kinder verbrannt, auch die Apotheke wurde ausgeräumt", beschreibt die Caritas Mitarbeiterin für Mali, Elisabeth Haun, die Lage vor Ort.

In einer ersten spontanen Nothilfe versorgte die Caritas Mali die Flüchtlinge in Niono oder Molodo mit dem Allernötigsten. Jetzt geht es darum systematisch die zweite Phase der Nothilfe zu starten.

Geplant sind die Verteilung von 40 Tonnen Reis an 1400 Menschen für zwei Monate und von 600 Schlafmatten und Decken. Eine Tonne Gemüsesamen und 6,4 Tonnen Reis ermöglichen den KleinbäuerInnen die zerstörten Felder neu zu bepflanzen. "Es ist wichtig, dass die Menschen in Diabaly nicht nur mit Nahrungsmitteln und Matten unterstützt werden, sondern sie auch ihre Arbeit auf den Feldern wieder aufnehmen können, damit sie langfristig ihre Lebensgrundlagen wieder herstellen können", beschreibt Elisabeth Haun von der Caritas Tirol die Notwendigkeiten.

Darüber hinaus bereitet die Caritas Internationalis Hilfsmaßnahmen für die gesamte Sahelregion vor. Denn auch die Nachbarländer Burkina Faso, Niger, Mauretanien und Senegal sind von der Krise in Mali und den Flüchtlingsbewegungen betroffen.

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