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Umzug der protestierenden Flüchtlinge ins Servitenkloster - 04.03.2013

Neue Etappe des Protests eingeleitet

Nach elf Wochen sind die seit 18. Dezember 2012 in der Votivkirche protestierenden Flüchtlinge am Sonntag, 03.03.2013, in das naheliegende Servitenkloster umgesiedelt. Von Seiten der Erzdiözese Wien wurde ihnen dort auch das Gastrecht zugesichert.

 

Die Flüchtlinge geben nicht auf

Nach mehreren Wochen des Protests und Hungerstreiks sind die Flüchtlinge aber weiter fest entschlossen, ihre Anliegen nicht aufzugeben und den Protest fortzusetzen: "Wir sind nun froh, unser Bemühen um bessere Bedingungen für die Flüchtlinge und um eine sichere Zukunft für alle an einem neuen, offenen Ort und in einer regulären Wohnsituation fortsetzen zu können", so Adalat Khan, ein Sprecher der Flüchtlinge.

Ein konstruktiver Schritt in eine dennoch unsichere Zukunft

Die Asylanträge der Flüchtlinge sollen nun geprüft werden und vom Innenministerium wurde ihnen zugesichert, dass keine Schubhaft über jene Flüchtlinge verhängt werden soll, deren Asylanträge bereits abgewiesen wurden. Die Anträge der anderen Flüchtlinge sollen weitergeführt und bearbeitet werden. Im Gegenzug mussten die Flüchtlinge zustimmen, in asylrechtlichen Fragen zu kooperieren und ihrer Meldepflicht nachzukommen. Der Protest konnte bis jetzt aber zu keinen Änderungen im österreichischen Asylrecht führen und somit bleibt die Zukunft aller AsylwerberInnen unsicher.

Unterstützung der Caritas auch in Zukunft sicher

Der Auszug aus der Wiener Votivkirche wird von vielen Seiten als konstruktiver Schritt in die richtige Richtung betrachtet. Die Caritas will auch in Zukunft die Anliegen der Flüchtlinge unterstützen und sie individuell beraten: "Gemeinsam mit den Flüchtlingen, der Kirche und vielen Unterstützerinnen und Unterstützern haben wir als Caritas immer an eine friedliche und gute Lösung geglaubt. Mit der heutigen Übersiedlung ist ein wichtiger Schritt getan und gemeinsam werden wir uns weiterhin dafür einsetzen, dass es zu grundsätzlich Verbesserungen im österreichischen Asylwesen kommt. Hier geht es zuallererst um mehr Menschlichkeit und Menschenrechte für schutzsuchende Menschen", so Klaus Schwertner, Geschäftsführer der Caritas Wien.

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