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Syrien: Über eine Million Flüchtlinge - 04.04.13

Einen großen Anteil der Flüchtlinge machen Kinder und Jugendliche aus.
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Laut UN haben seit Ausbruch der Konflikte über eine Million SyrerInnen das Land verlassen. Damit wurde diese Zahl viel früher erreicht als gedacht. Rund 400.000 Menschen sind allein in den letzten sieben Wochen geflüchtet. Aufgrund dieser Entwicklungen werden die Kapazitäten und finanziellen Mittel der Hilfsaktionen bald erschöpft sein, warnt António Guterres, UN-Hochkommissar für Flüchtlinge und berichtet weiter, dass etwa die Hälfte der Flüchtlinge Kinder und Jugendliche ausmachen; der Großteil ist jünger als 11 Jahre alt.

In Syrien sind laut OCHA (UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs) aktuell fast 7 Millionen Menschen auf Nothilfe angewiesen. Die Zahl der Vertriebenen steigt mit jedem Tag und die Zerstörungen im Land erschweren internationale Hilfsprojekte enorm.

Die Caritas Österreich unterstützt in ihren Projekten mehr als 12.700 Menschen mit Lebensmitteln, Winterkleidung, Öfen und medizinischer Versorgung unter anderem im Libanon und in Jordanien.

Dramatische Bedingungen für die Bevölkerung vor Ort
Laut UNO wurden seit Beginn der Auseinandersetzungen im Jahr 2011 mehr als 70.000 SyrerInnen getötet. Täglich fliehen tausende Menschen auf der Suche nach Sicherheit in die Nachbarländer, die durch die ständig steigenden Zahlen von Flüchtlingen vor enorme humanitäre Herausforderungen gestellt werden.
Im Jänner 2013 hat sich durch das ungewöhnlich kalte Wetter in der Region die Lage für die Flüchtlinge dramatisch verschlechtert. Die fortwährende Kälte macht die Situation in den Flüchtlingslagern unerträglich. Heftige Regen- und Schneefälle haben tausende provisorische Behausungen beschädigt oder zerstört. Neben der Grundversorgung für die Flüchtlinge in den Nachbarländern Syriens wird auch in Syrien selbst dringend Hilfe benötigt: Rund 2.400 Schulen im ganzen Land wurden beschädigt, weitere 2.000 Schulen sind in Notunterkünfte umfunktioniert worden. Es gibt kaum medizinische Versorgung, da etliche Krankenhäuser durch die Kampfhandlungen zerstört wurden. Darüber hinaus werden Nahrungsmittel und Heizmaterial zunehmend knapp.

Flucht vor anhaltenden Kämpfen
Aufgrund des Bürgerkrieges sind mittlerweile rund 2 Millionen Menschen in Syrien heimatlos. Die syrische Bevölkerung flieht vor der andauernden Gewalt und sucht Schutz in anderen Regionen oder jenseits der Landesgrenzen, insbesondere im Libanon, in Jordanien und in der Türkei. Folglich steigt in diesen Ländern die Zahl der Flüchtlinge täglich und die Notunterkünfte sind bereits maßlos überfüllt. Seit Anfang dieses Jahres ist der Flüchtlingsstrom größer als je zuvor. Immer mehr SyrerInnen verlassen ihr Land in der Hoffnung auf Hilfe und Sicherheit.

Allein im Libanon und Jordanien wurden bisher über 431.000 bzw. 441.000 Flüchtlinge verzeichnet. (Die Dunkelziffer ist weitaus höher) Deshalb ist hier eine besonders umfangreiche Unterstützung notwendig. "Wer nicht unter menschenunwürdigen Bedingungen in provisorischen Lagern in selbst aus Abfallmaterialien zusammengeflickten Zelten oder Baracken haust, sucht in Kellern, Abbruchhäusern oder Garagen Unterschlupf" berichtet Caritas Nahostkoordinator Stefan Maier.

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Kennwort: Flüchtlingsdrama Syrien

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