Rückkehrhilfe und Rückkehrberatung (IRMA)
Neustart im Heimatland
Österreich wieder verlassen zu müssen ist für viele Menschen eine große Herausforderung. Oft wurde der ganze Besitz aufgegeben, Familie und Freunde verlassen, um überhaupt erst nach Europa zu kommen.
Doch die beschwerliche Reise mit dem Ziel sich ein neues Leben aufzubauen endet oft mit Enttäuschung und nicht erfüllten Hoffnungen.
Die Rückkehrberatung der Caritas unterstützt seit vielen Jahren Menschen die aus verschiedensten Gründen Österreich wieder verlassen wollen oder müssen. Ein negativer Asylbescheid, eine drohende Abschiebung, familiäre Probleme im Heimatland - eine Rückkehr hat viele Ursachen ist aber meist mit vielen Schwierigkeiten und organisatorischen Hürden verbunden.
Umfassende Beratung und Perspektivenabklärung
Die Beraterinnen und Berater der Caritas betreuen und unterstützen vom ersten Gespräch in einer der Beratungsstellen bis zur Ankunft und Reintegration im Heimatland. Gemeinsam werden soziale und persönliche Perspektiven abgeklärt und abgewogen sowie umfassende Informationen über den Ablauf der Rückkehr und die Möglichkeiten im Heimatland besprochen.
Bei einer Entscheidung zur Rückkehr unterstützen die Beraterinnen und Berater bei der Organisation von allfälligen Dokumenten, bei der Kontaktaufnahme mit Verwandten und Bekannten im Heimatland, bei der Flugbuchung, bei Übersetzungsarbeiten und anderen Problemen, die vor einer Rückkehr auftreten können. Im Mittelpunkt der Beratung steht die volle und ehrliche Beratung, auf Grund dieser entschieden werden kann, ob eine freiwillige Rückkehr in Frage kommt oder nicht.
Unterstützung endet nicht am Flughafen
Die BeraterInnen kennen die Schwierigkeiten, die nach einer Rückkehr im Heimatland auftreten können. Daher werden Möglichkeiten gesucht RückkehrerInnen auch nach ihrer Abreise aus Österreich so gut wie möglich zu unterstützen. Die langjährige Erfahrung der Caritas in diesem Bereich, sowie das internationale Netzwerk, in dem die Caritas arbeitet, bieten Möglichkeiten, den Reintegrationsprozess zu begleiten; sei es durch die Kontaktaufnahme mit NGOs in den Rückkehrländern, der Teilnahme der RückkehrerInnen an speziellen Reintegrationsprogrammen oder anderen begleitenden Maßnahmen.
Das Projekt IRMA wird vom Bundesmininsterium für Inneres und dem Europäischen Rückkehrfonds kofinanziert.
ERSO - European Reintegration Support Organizations network
Das ERSO-Netzwerk ist ein Zusammenschluss mehrerer europäischer NGOs die im Bereich Rückkehrberatung und Reintegrationsunterstützung tätig sind und auf langjährige Erfahrungen in diesen Bereichen zurückblicken können. Die Caritas Österreich ist seit der Gründung des Netzwerkes aktiv beteiligt.
Ziel des Netzwerkes und seiner Teilprojekte ist es, optimale und maßgeschneiderte Reintegrationsunterstützung für Rückkehrerinnen und Rückkehrer anzubieten, Erfahrungen auszutauschen und Synergien zu nutzen.
Von 2007 bis 2009 lief das Teilprojekt ERSO II in mehreren Rückkehrländern Osteuropas, in Asien und Südamerika. Seit 2011 läuft das neue Projekt ERSO West.
ERSO West
Der Fokus von ERSO West liegt auf den afrikanischen Ländern Togo, Sierra Leone, Senegal, Marokko und Kamerun. Ziel ist es auch weiterhin Rückkehrerinnen und Rückkehrer nach ihrer Ankunft im Heimatland dabei zu unterstützen sich eine Lebensgrundlage und eine neue Existenz aufzubauen. Die Form der Unterstützung kann dabei variieren; sei es beim Hausbau, bei der Gründung eines kleinen Unternehmens oder bei gesundheitlichen Problemen.
Zur Homepage des ERSO Netzwerks
Wir beraten...
Derzeit klären 17 RückkehrHilfe-BeraterInnen in ...
- Caritas Wien (Wien und Burgenland)
- Caritas Steiermark
- Caritas Oberösterreich
- Caritas Salzburg
- Caritas Vorarlberg
... in Beratungsgesprächen eine ausführliche Perspektivenabklärung mit ihren KlientInnen.
Die Projekte IRMA (Rückkehrberatung und Rückkehrvorbereitung) werden vom Europäischen Rückkehrfonds und Bundesministerium für Inneres kofinanziert.


