Nahost-Konflikt
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Dringend notwendige Hilfe für Menschen in Not in Gaza © Caritas Jerusalem
Krieg im Nahen Osten - jede Hilfe zählt!
zuletzt aktualisiert: 23.10.2026
Hunger, Flucht und Unsicherheit prägen den Alltag von Millionen Menschen im Nahen Osten. Lebensmittel, sauberes Wasser und medizinische Versorgung sind vielerorts schwer erreichbar. Gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort helfen wir weiterhin.
- Libanon: 4,1 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Der Bedarf an Lebensmitteln, Trinkwasser und medizinischer Versorgung steigt.
- Syrien: 16,5 Millionen Menschen brauchen humanitäre Hilfe. 15 Millionen Menschen haben nicht genug zu essen. Die Versorgung mit Wasser, Strom und Gesundheitsdiensten ist stark eingeschränkt.
- Gaza: Auch ein Jahr nach Beginn der Waffenruhe kommt es weiterhin zu Kämpfen. Vielen Familien fehlen ein sicheres Zuhause, ausreichend Nahrung, sauberes Wasser und medizinische Versorgung. Unser Partner CRS konnte seit Oktober 2025 mehr als 1,1 Millionen Menschen im Gazastreifen helfen.
So hilft die Caritas
Wir bleiben und helfen: Gemeinsam mit langjährigen, lokalen Partnerorganisationen unterstützen wir betroffene Menschen dort, wo die Not am größten ist - unter anderem mit:
- Lebensnotwendige Hilfe: Lebensmittel, Trinkwasser, Hygieneartikel, Decken und weitere Hilfsgüter. Allein in Gaza erhielten mehr als 1,5 Millionen Menschen Lebensmittelhilfe und über 500.000 Menschen Zugang zu sauberem Wasser und Hygiene. Im Libanon wurden über 380.000 warme Mahlzeiten verteilt.
- Medizinische Versorgung: Wir unterstützen mit Medikamenten und mobilen Gesundheitsteams. Im Libanon wurden etwa über 5.200 medizinische Beratungen durchgeführt.
- Schutz und Unterkunft: Sichere Unterkünfte für Familien, die fliehen mussten oder ihr Zuhause verloren haben. In Gaza wurde so mehr als 340.000 Menschen geholfen.
- Hilfe nach belastenden Erlebnissen für Kinder und Erwachsene: In Gaza wurden durch psychosoziale Angebote über 12.000 Kinder und Erwachsenen erreicht.
- Neue Perspektiven: Bildung, Unterstützung für Kleinunternehmen und Hilfe beim Wiederaufbau von Lebensgrundlagen. Im Libanon erhielten rund 2.000 Kinder und Jugendliche Zugang zu Online-Bildungsangeboten.
Wir helfen - der Bedarf ist aber viel größer!
FAQ - Häufige Fragen & Antworten
Im Gazastreifen über Partnerorganisationen an mehreren Standorten, dort wo möglich. Außerdem hilft die Caritas im Westjordanland, im Libanon, in Jordanien, Ägypten und in Syrien.
Die Caritas Österreich unterstützt Caritas Jerusalem und CRS (Catholic Relief Services) bei den laufenden Aktivitäten in Gaza. Unsere Partner helfen mit Hilfsgütern, medizinischer Versorgung, Materialien für Unterkünfte und Winterausrüstung wie Decken, Matratzen, Zelte, Planen sowie Notunterkünfte, Nahrungsmittel, Hygieneartikel und psychosoziale Unterstützung.
Seit über 30 Jahren sind wir mit unseren Partnern in der Region aktiv und leisten Hilfe genau dort, wo sie am dringendsten gebraucht wird. Wir achten nicht auf Grenzen oder Parteien; wir helfen Menschen in Not.
Die aktuelle humanitäre Lage im Gazastreifen ist katastrophal, daher sind wir dort verstärkt präsent. Wir bieten auch Hilfe im Westjordanland, Jerusalem, im Libanon und in Jordanien für Menschen, die vom Konflikt betroffen sind an. Derzeit hat Israel keinen Bedarf an humanitärer Hilfe gemeldet. Sollte sich dies ändern, werden wir selbstverständlich auch dort Unterstützung leisten. Dies stellen wir sicher durch Partner, wie die Caritas Jerusalem.
Als humanitäre Hilfsorganisation bekennt sich Caritas zu den humanitären Prinzipien der Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität und Unabhängigkeit. Die Caritas verurteilt jede Form von Gewalt und Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht. Die Organisation hilft Menschen in Not, unabhängig von deren Religion, Nationalität oder Herkunft.
Die Menschen im Gazastreifen kämpfen ums Überleben und je prekärer die Lage wird desto schwieriger ist es auch, Hilfe gut zu verteilen. Die Partnerorganisation CRS hat über Jahre ein vertrauensvolles Netzwerk aufgebaut, dass ein großes Ansehen in der Bevölkerung genießt. Darum gelingt es, Hilfe effektiv an diejenigen zu leiten, die sie am dringendsten brauchen.
Unsere Partnerorganisation CRS ist seit 1961 in der Region und seit 1981 im Gazastreifen.
Als humanitäre Hilfsorganisation verpflichtet sich die Caritas den humanitären Prinzipien der Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität und Unabhängigkeit. Wir verurteilen jegliche Form von Gewalt und Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht.
- Die Caritas Österreich schließt sich dem Aufruf zahlreicher internationaler NGOs, darunter Caritas Internationalis, Caritas MONA, Caritas Jerusalem sowie UN-Organisationen, die große Mehrheit der internationalen Gemeinschaft und EU-Mitgliedsstaaten, zu einem dauerhaften Waffenstillstand an.
- Die Caritas Österreich fordert die Freilassung aller (israelischen) Geiseln der Hamas in Gaza sowie der von Israel verhafteten und ohne Anklage gefangen gehaltenen Palästinenser*innen.
- Schutz der Zivilbevölkerung, des medizinischen Personals und humanitärer Helfer*innen und der zivilen Infrastruktur, insbesondere von Krankenhäusern und Schulen, etc.
- Sicheren und nachhaltigen Zugang für humanitäre Hilfe in den Gazastreifen, einschließlich der Bereitstellung lebensrettender Hilfsgüter, Medikamente, Lebensmittel, Wasser und Treibstoff, aber auch psychosozialer Dienste. Dazu gehört auch eine Öffnung weiterer Grenzübergänge nach Gaza.
- Die Caritas Österreich verurteilt die Gewalt aller Konfliktparteien, sowohl in Gaza als auch im Westjordanland und im Libanon.
- Der Terrorangriff der Hamas in/auf Israel ist aufs Schärfste zu verurteilen. Die Caritas setzt sich für die Sicherheit von Israelis und Palästinenser*innen ein, denn Gewalt führt nur zu noch mehr Gewalt.
- Alle Konfliktparteien müssen bedingungslos das humanitäre Völkerrecht unter allen Umständen einhalten.
- Die Caritas Österreich schließt sich dem Aufruf von Papst Franziskus zu sofortigem Frieden in Gaza an.
- Die Finanzierung des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) muss weiterhin gegeben sein, um keinen kompletten Zusammenbruch der humanitären Hilfe in Gaza zu riskieren.
Wichtige Informationsquellen: OCHA / UNHCR Libanon / UNHCR Syria