Jahresbericht 2007

Jahresbericht 2007: Radikale der Nächstenliebe

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Das Jahr 2007 ist für uns als Caritas ein ganz besonderes Jahr, feiern wir doch den 800. Geburtstag einer ganz besonderen Person: Die Heilige Elisabeth ist  die Schutzpatronin der Caritas.

Diese besondere Heilige hat uns allen vorgelebt, was caritas meint. Ihr Lebensprogramm zeigt, dass konsequenter Nächstenliebe große Sprengkraft innewohnt. Elisabeth war eine reiche Frau und eine Adelige. Sie schockierte viele Menschen mit der Radikalität, mit der sie auf die Armen zuging und Standesgrenzen vergessen ließ. Gleichzeitig stellte sich auch die unangenehme Frage nach der Verantwortung der Reichen. Als Caritas-Präsident begegne ich ihr jeden Tag.

Im Wissen, dass wir selber ganz schön zu "schnaufen" haben, um dem Beispiel dieser so starken Frau ein wenig gerecht zu werden, geht es uns als Caritas darum, genau dies zu tun:
In unserer täglichen Arbeit setzen wir uns dafür ein, dass arme, kranke, behinderte, ausgegrenzte und sterbende Menschen konkrete Hilfe erhalten und dadurch neue Hoffnung schöpfen, Hoffnung auf ein besseres Leben, Hoffnung auf Heilung des Körpers und der Seele und Hoffnung auf einen friedvollen Tod. Aus dieser praktischen Erfahrung beziehen wir die Aufgabe, im Rahmen unserer anwaltschaftlichen Tätigkeit für die Anliegen dieser Menschen die Stimme zu erheben, um damit ihre Sorgen hörbar zu machen.

Politisch ist das Jahr 2007 durchaus ein spannendes Jahr. Die bedarfsorientierte Mindestsicherung wird diskutiert und verhandelt. Offen ist freilich auch Mitte 2008 noch, ,wann sie in Kraft tritt und  wie armutsfest Österreich dadurch wird. Zudem beschließen Regierung und Parlament die Legalisierung der 24h-Betreuungsangebote. Ein österreichweites Gesamtkonzept, um eine menschenwürdige Betreuung und Pflege für alle sicherzustellen, steht derzeit noch aus.

Während des Caritas-Jahres bescheren uns 20.000 Jugendliche ein echtes "Laufwunder", indem sie sich in ganz Österreich für Kinder in Not in Bewegung setzen - ein starkes  Hoffnungszeichen für die Gesellschaft. Im August machen wir im Rahmen der traditionellen Augustsammlung auf die größte, weltweite Seuche aufmerksam: den Hunger. Mit der Unterstützung der heimischen Bevölkerung können wir in Afrika, Asien und Lateinamerika  tausende Menschenleben retten. Dafür an dieser Stelle ein herzliches Danke schön. 
Das Leben der Hl. Elisabeths ist eine Einladung, an der Sache Gottes im Hier und Jetzt mitzuwirken und alles daranzusetzen, dass es Menschen in Not besser geht. Mit den Talenten, die jeder von uns hat.

In diesem Sinne ein herzliches Vergelt´s Gott  all jenen, die diese Einladung angenommen haben: Den ehrenamtlichen und hauptberuflichen Caritas-MitarbeiterInnen, unseren Partnern aus der Wirtschaft, den politischen VerantwortungsträgerInnern und den Jugendlichen der youngCaritas.at!

Franz Küberl,
Caritas Präsident

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