3000kinderleben.at

Als Zeichen des Protests gegen die drohende Kürzung der Entwicklungshilfe in Österreich hat die Initiative 3000Kinderleben.at im Dezember 2010 3.000 Kreuze vor dem Parlament aufgestellt – symbolisch für alle jene Kinder, deren Leben dadurch in Gefahr sind. Außerdem sind im Rahmen dieser Initiative rund 35.000 Protestbriefe von empörten BürgerInnen bei den Nationalratsabgeordneten eingelangt. Die Aktion erlangte großes Aufsehen und fand viel Resonanz in den österreichischen Tageszeitungen und im Fernsehen.

 

Dezember 2010: Kreuze vor dem Parlament

15.12.2010, 6 Uhr Früh, vor dem Parlament: Die frostige Stimmung entspricht den Außentemperaturen. 30 VertreterInnen von österreichischen Hilfsorganisationen stellen im Morgengrauen und Schneegestöber 3000 kleine Holzkreuze auf. Vor dem Parlament, um die 183 Nationalratsabgeordneten an die Versprechen der österreichischen Bundesregierung zu erinnern. Denn seit 40 Jahren bekennt sich Österreich immer wieder dazu, 0,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Entwicklungshilfe auszugeben. Und immer wieder hält sich die jeweilige Bundesregierung nicht daran. Derzeit stehen wir bei 0,3 Prozent und damit an viertletzter Stelle im Vergleich der 15 alten EU-Staaten. 40 österreichische NGOs haben sich zur Initiative 3000Kinderleben.at zusammengeschlossen, um die geplante Budgetkürzung für die Entwicklungszusammenarbeit zu verhindern.

  • © Anna Rauchenberger

  • © Anna Rauchenberger

  • © Anna Rauchenberger

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Globale Hilfe für Arme als Verpflichtung

Franz Fischler, Präsident des ökosozialen Forums, betont: „Die globale Hilfe für die Armen der Welt ist eine Verpflichtung aller Industriestaaten. Trittbrettfahrer wie Österreich gefährden diese notwendige Unterstützung und schwächen die notwendige internationale Solidarität und Verantwortung. Andere EU-Staaten zeigen vor, dass Entwicklungshilfe-Ziele auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten eingehalten werden können. Wir appellieren an die Nationalratsabgeordneten, die geplanten Kürzungen zu verhindern und schlagen eine Zweckwidmung der Flugticketabgabe für die Entwicklungshilfe vor. Denn Österreich muss endlich wieder ein glaubwürdiger Partner für die Menschen in den ärmsten Ländern der Welt werden.” 

Prominente Unterstützer

  • Roland Düringer
  • Barbara Stöckl
  • Chris Lohner
  • Wolfgang Reithofer
  • Thomas Brezina
  • Kristina Sprenger
  • Marianne Nentwich
  • Susanne Scholl
  • Barbara Coudenhove
  • Gery Seidl

Unterstützende Organisationen

Caritas Österreich, Licht für die Welt, KOO, Globale Verantwortung, Austrian Doctors for Disabled, Katholische Jugend Österreich, Katholische Frauenbewegung Österreichs, Horizont 3000, Care Österreich, SOS Kinderdorf, World Vision Österreich, Welthaus Diözese Graz-Seckau, Internationaler Versöhnungsbund, Jugend eine Welt - Don Bosco Aktion Österreich, BAOBAB - Globales Lernen, Fairtrade, Afro-Asiatisches Institut Wien, Hilfswerk Österreich International, Volkshilfe Österreich, Welthaus Diözese Linz, GEZA, Welthaus Diözese Innsbruck, Society for International Developement, Das Mali-Projekt, Bruder und Schwester in Not - Diözese Innsbruck, Ökosoziales Studierendenforum, Food First Informations- und AktionsNetzwerk, Aktion Brot für Hungernde, Steyler Missionare, Kindernothilfe, SOS-Mitmensch, Salvatorianerinnen, Kloster Wernberg, Sei so frei, Kirche in Not, Netzwerk von Christen, Unsere kleinen Brüder und Schwestern, Miva, Welthaus Diözese St.Pölten, Solidarisch leben, Missio - Päpstliche Missionswerke in Österreich, Bundesjugendvertretung, Dreikönigsaktion, Ökosoziales Forum