Suppe gegen den Hunger - Weißrussland

Ein Bub löffelt Suppe.

Foto: KKonsek

Valentina löffelt fröhlich ihre Suppe. Gemeinsam mit anderen Schulkindern kommt sie täglich nach der Schule ins Kinderzentrum in Grodno, einer Stadt im Nordwesten Weißrusslands. Hier bekommt die Achtjährige eine kostenlose warme Mahlzeit. Denn die Kinder, die das Kinderzentrum besuchen, stammen aus armen Verhältnissen.

Armut in den Familien ist in Weißrussland oft versteckt. Denn trotz Arbeit verdienen die Eltern meist nicht genug Geld um ihre Kinder und sich gut versorgen zu können. Sie gehören zu den sogenannten „Working poor“. Manche müssen sogar in bis zu drei Jobs arbeiten, um die Familie halbwegs über die Runden zu bringen.

Auch Valentina und ihre Mutter müssen tagtäglich mit großen Existenzängsten leben. Die beiden wohnen am Stadtrand von Grodno in einer kleinen Plattenbauwohnung, die ihnen vom Sozialamt zugewiesen wurde. Die Wohnräume sind feucht und im Winter wird es eiskalt, da die Heizung oft ausfällt. Valentina und ihre Mutter sind auf sich allein gestellt, weil der Vater die beiden verlassen hat, als Valentina noch ein Baby war. Die alleinerziehende Mutter bekommt keine Alimente. Sie versucht, sich und ihre Tochter mit ihrer Halbtagsanstellung und Gelegenheitsjobs über Wasser zu halten.

„Das Geld ist immer knapp und reicht selten bis zum Ende des Monats“, erzählt Valentinas Mutter. Ausreichende warme Mahlzeiten kann sie ihrer Tochter nicht bieten. Denn nach Abzug von Miete, Strom- und Heizkosten bleibt nicht mehr viel übrig. Daher kann sie sich auch die kostenpflichtige Schulausspeisung für ihre Tochter nicht leisten.

Nach der Schule geht Valentina immer gern ins Kinderzentrum. Sie hat dort viele Freundinnen, am meisten freut sie sich aber auf das warme Essen. Hier kann sie sich einmal am Tag richtig satt essen. Wenn alle Mägen voll sind machen die BetreuerInnen mit den Kindern die Hausübung und lernen mit ihnen. Natürlich stehen auch verschiedene Freizeitaktivitäten und Spielen für die Kinder am Programm.

Auch die LehrerInnen in Valentinas Schule freuen sich über diese Unterstützung für die ärmeren Kinder in den Klassen. Seitdem die SchülerInnen täglich eine warme Mahlzeit im Kinderzentrum bekommen, merken sie, dass den Kindern das Lernen leichter fällt und sie dadurch dem Unterricht besser folgen können. Bei vielen hat sich auch die körperliche Verfassung verbessert.

Mit 25 Euro bekommt ein Kind einen Monat lang warme Mahlzeiten in einem Kinderzentrum.

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Kinderzentrum

in Smorgon

Im Kinderzentrum bekommen die Kinder nach der Schule eine warme Mahlzeit und Lernunterstützung.