Schutz und Wiedereingliederung von Straßenkindern in Ségou - Mali

Eine Gruppe Jugendlicher im Unterricht.

Foto: Caritas

Das Straßenkinderzentrum AET in Ségou ist ein Zufluchtsort, wo die Kinder Schutz, Verständnis und Hilfe finden und sich von dem harten Leben auf der Straße erholen können. Bei regelmäßigen nächtlichen Rundgängen sprechen die ErzieherInnen Kinder an, die auf der Straße leben. Die ersten Schritte weg von der Straße sind die schwierigsten, da die Kinder aufgrund ihrer Vorgeschichte den Erwachsenen gegenüber sehr misstrauisch sind.

 

Vertrauensaufbau an erster Stelle

In gemeinsamen Aktivitäten und Gesprächen wird Vertrauen aufgebaut. Sie bekommen drei Mahlzeiten am Tag, Kleidung und medizinische Versorgung, können Lesen und Schreiben lernen, Sport machen, spielen, malen, trommeln und tanzen. Ein strukturierter Tagesablauf hilft ihnen sich zu stabilisieren. Wenn die Kinder es wollen, suchen die ErzieherInnen den Kontakt zu ihrer Herkunftsfamilie und begleiten eine Rückkehr. Ist eine Familienzusammenführung aus verschiedenen Gründen nicht möglich, können die Buben längerfristig in einem Heim wohnen, ihre Schulbildung nachholen oder eine Berufsausbildung machen. 

 

Präventivmaßnahmen für gefährdete Kinder

Im Lauf von drei Jahren stabilisieren sich 160 Straßenkinder. Sie erhalten die Möglichkeit, eine gute Grund- oder Berufsausbildung zu bekommen, die ihnen eine reale Beschäftigungs- und Einkommensmöglichkeit bietet. 450 Kinder, die gefährdet sind, auf der Straße zu landen, werden durch präventive Maßnahmen unterstützt.

 

Dieses Projekt wird von der Caritas Tirol in Zusammenarbeit mit der Caritas Ségou betreut.

Wie Sie mit Ihrer Spende helfen können

  • Mit 60 Euro bekommt ein Kind im Betreuungszentrum drei Mal am Tag ein Monat lang eine gute Mahlzeit.
  • Mit 180 Euro können die monatlichen Kosten für die Berufsausbildung (Lehrstelle in einem Betrieb, zum Beispiel Tischlerei, Schneiderei, Polsterei, Schlosserei) bezahlt werden.