Weg vom Leben auf der Straße - Russland

In zwei Caritas-Kinderzentren in St. Petersburg und Luga wird Straßenkindern und Kindern aus armen Familien ein sicherer Zufluchtsort, warme Mahlzeiten und durch die Unterstützung beim Lernen auch wieder Hoffnung auf ein besseres Leben gegeben.

In der russischen Millionenmetropole St. Petersburg kümmert sich die Caritas seit 1998 um Straßenkinder und Kinder aus armen Familien. Rund 40 Kinder bekommen in zwei Zentren täglich eine warme Mahlzeit. Die Kinder kommen nach dem Schulunterricht ins Zentrum. Sie erhalten Hilfe bei den Hausaufgaben, können ihre Talente und Interessen in Kreativ-und Sportfreizeitgruppen entwickeln, entdecken ihre Umwelt auf Ausflügen, sie schließen Freundschaften und lernen soziales Verhalten. Es werden Feste im Jahreskreis gefeiert und die Kinder können im geschützten Raum der Tageszentren einfach einmal Kind sein.

Die Kinder wachsen in sehr ärmlichen Verhältnissen auf. Viele kommen aus zerrütteten Familien, ihre Eltern sind zumeist arbeitslos. Diese Hoffnungslosigkeit führt häufig zu Alkoholabhängigkeit, Gewalt und Missbrauch. Manche Kinder leiden darunter so sehr, dass sie ein Leben auf der Straße der Situation zuhause vorziehen würden. In den Caritas-Tageszentren erfahren sie zum ersten Mal in ihrem Leben wie es sich anfühlt angenommen und respektiert zu werden.

Den Caritas-Mitarbeiterinnen ist die Zusammenarbeit mit den Eltern ein großes Anliegen. In einem Familienberatungszentrum in St. Petersburg finden die Eltern Unterstützung in sozialen und wirtschaftlichen Problemlagen und bei pädagogischen Fragen. Die Sozialarbeiterinnen versuchen den Eltern zu vermitteln, wie wichtig eine abgeschlossene Schulausbildung ist. Sie erleichtert die Integration in die Gesellschaft und sichert ihren Kindern eine bessere Zukunft. So sind die Kinder nicht mehr gezwungen auf die Straße zu flüchten und können mithilfe der Caritas in ihrer Familie aufwachsen.

Helfen Sie uns helfen! Mit 25 Euro/Monat finden Kinder einen sicheren Zufluchtsort!