Caritas Nothilfe nach Zyklon "Pam "

17.03.15

Am 14. und 15. März 2015 verwüstete Zyklon "Pam" weite Teile des Inselstaates Vanuatu. Mit Windgeschwindigkeiten bis 300 km/h war "Pam" einer der gefährlichsten, je aufgezeichneten Zyklone. Da die zahlreiche Inseln nicht erreichbar sind, ist das Ausmaß der Schäden und die Anzahl der Toten noch nicht abschätzbar. Laut UN - OCHA sind 90% der Infrastruktur auf Efate, der Hauptinsel Vanuatus, zerstört.

Vanuatu von Zyklon schwer getroffen

"Vanuatu hat ein Desaster dieses Ausmaßes in seiner jüngeren Geschichte noch nicht erlebt", berichtete Sune Gudnitz, Chef des Pazifikbüros der UN-Nothilfekoordination (OCHA).
In der Hauptstadt Vanuatus, Port Vila, seien 90 Prozent der Häuser beschädigt oder zerstört. Entwurzelte Bäume und umgeknickte Strommasten versperrten die Straßen. In der 44.000 Einwohner-Stadt gab es keinen Strom und die Trinkwasserversorgung fiel zeitweise aus. Staatlichen Angaben zufolge sind viele Schulen und Kliniken zerstört. Felder und Ernten wurden vernichet. Der nationale Notstand wurde ausgerufen.

Die Behörden Vanuatus bestätigten 11 Todesopfer, Hilfsorganisationen rechnen mit höheren Opferzahlen. Bis Sonntag konnten nur Teile der Hauptinsel in Augenschein genommen werden, die meisten der 80 anderen Inseln, mit mehr als 180.000 Einwohnern, waren von der Außenwelt abgeschnitten. Der Zyklon dürfte viele dieser Inseln mit voller Wucht getroffen haben, viele Dörfer wurden komplett zerstört.

Internationaler Beistand nach dem Zyklon
Angesichts der gewaltigen Zerstörung sind Hilfsmaßnahamen im Pazifik unmittelbar nach der Wetterkatastrophe angelaufen. Aus Neuseeland und Australien landeten erste Frachtmaschinen mit Hilfsgütern auf Vanuatus Hauptinsel Efate.

Mehr als 3.300 Personen sind bereits in 37 Evakuierungszentren untergebracht werden. Australien und Neuseeland haben Millionenhilfe zugesagt, ebenso die Vereinten Nationen und die Europäische Union.

Die Caritas hilft vor Ort
Die Caritas Australien und die Caritas Neuseeland verbindet eine jahrelange Partnerschaft mit der Diözese Port Vila. Gemeinsam wird ein Caritas Hilfskomitee aus lokalen und internationalen MitarbeiterInnen aufgestellt, um eine umgehende Bestandsaufnahme und rasche Nothilfe leisten zu können. Das internationale Caritas Netzwerkes sicherte bereits finanzielle und personelle Unterstützungen zu.