1 Jahr Ukraine Krise: Hilfe für Flüchtlingskinder!

18.02.15

Ukrainisches Kind mit Decke

Caritas Präsident Michael Landau: "Wenn Kinder Kälte und Krisen schutzlos ausgeliefert sind, ist das eine Katastrophe. Wir müssen jetzt helfen!"

 

Vor einem Jahr eskalierten die Proteste am Unabhängigkeitsplatz, dem Maidan in Kiew. Seither kommt die Ukraine nicht mehr zur Ruhe. Bewaffnete Auseinandersetzungen haben bereits mehr als 5.600 Todesopfer gefordert, mehr als 13.400 Menschen wurden verwundet. Auch nach dem jüngst vereinbarten Waffenstillstand gehen die Kämpfe weiter. Schätzungen zufolge sind etwa fünf Millionen Menschen unmittelbar von dem Konflikt betroffen. Mehr als eine Million Menschen - ein Drittel davon Kinder - sind innerhalb des Landes auf der Flucht, mehr als 670.000 Menschen sind in die Nachbarländer vor allem Russland geflüchtet.

 

"Mittlerweile fliehen die Menschen nicht nur vor den Gefechten, sondern auch vor der Armut und der Kälte," so Caritas Präsident Michael Landau. "Im Winter können die Außentemperaturen in der Ukraine bis zu minus 30 Grad erreichen. Viele Häuser sind zerstört und Flüchtlinge sind oft in behelfsmäßigen, schlecht beheizten Sommerlagern untergebracht. Besonders für Kinder ist die Situation dramatisch."

 

Viele Kinder sind von der Versorgung mit Wasser, Lebensmitteln, Medikamenten und Heizmaterial abgeschnitten. Die Lebensbedingungen in den nicht winterfesten Flüchtlingsunterkünften sind besorgniserregend. Zudem wurden zahlreiche Schulen in den umkämpften Gebieten zerstört oder mussten geschlossen werden. Viele Kinder bleiben aus Angst zu Hause. 

Landau: "Die Kinder in der Ukraine sind Kinder wie überall anders auch und sie haben wie alle Kinder auf dieser Welt das Recht auf Sicherheit und Zukunftsperspektiven. Wenn Kinder nicht in die Schule gehen können, hat das dramatische Auswirkungen auf ihre Zukunft. Kinder sind die Zukunft der Gesellschaft."

 

 

So hilft die Caritas vor Ort

 

Trotz der instabilen Lage unterstützt die Caritas in knapp 50 Projekten 6.600 Menschen in der ganzen Ukraine. In der Nothilfe für die Ukraine wurden seit Beginn des Konflikts über die Caritas Österreich bereits insgesamt knapp 500.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Die Hilfe konzentriert sich derzeit auf die Notversorgung von Familien. Die Menschen werden mit Wasser, Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Kleidung, Medikamenten und Öfen versorgt. Darüber hinaus werden traumatisierte Kinder psychologisch betreut, erhalten Lernhilfe, Notunterkünfte werden organisiert und zerstörte Gebäude saniert. 

 

Die Ukraine gehört seit Mitte der 90er-Jahre zu den Schwerpunktländern der Auslandshilfe

der Caritas. In langjährigen Partnerschaften mit lokalen Caritas-Partnern und Nichtregierungsorganisationen unterstützt die Caritas Krisen- und Tageszentren für Kinder, Familienhäuser für Sozialwaisen und Familienhilfe. Ältere Menschen werden über Pflegeprogramme betreut.

 

 

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Werden auch Sie Caritas HelferIn und unterstützen Sie mit einem frei wählbaren, monatlichen Betrag Kinder in den ärmsten Regionen der Welt. Essen, Winterkleidung und Decken schenken ein Stück Wärme und neue Hoffnung. Psychosoziale Betreuung hilft Kindern, ihre traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten. Regelmäßiger Schulbesuch bietet Kindern die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben. Ihr Engagement als Caritas HelferIn für Kinder in Not endet automatisch mit 31. Dezember 2015.