Klimawandel stoppen, Hunger beenden

11.12.15

Menschen arbeiten auf einem Gemüsefeld im Senegal

Foto: Caritas Österreich

Caritas Auslandshilfe-Generalsekretär Christoph Schweifer: „Klimawandel verursacht Hunger. Das Pariser Klimaabkommen kann ein großer Schritt hin zur Beendigung des weltweiten Hungers sein.“

„Für das Leben der Menschen in den ärmsten Regionen der Welt hat der Klimawandel schwerwiegende Auswirkungen: Veränderungen der Regenzeiten lassen die Ernteerträge drastisch zurückgehen, aufgrund von Überschwemmungen sind Böden vollkommen versalzen und der Anbau von Lebensmitteln oft nicht mehr möglich. Nicht zuletzt führt das Fehlen nachhaltiger Energiequellen, oft zu massiver Abholzung“, erklärt Caritas Auslandshilfe-Generalsekretär Christoph Schweifer. „Die aktuelle Konferenz in Paris muss endlich eine neue Ära einläuten, wie wir Menschen mit den Ressourcen, die uns zur Verfügung stehen, umgehen. Nicht Ressourcenverschwendung und ständiges Wirtschaftswachstum sollen im Fokus stehen, sondern wie wir es auf gerechte und faire Weise schaffen, dass alle Menschen auf der Welt ein gutes Leben führen können. Das neue Klimaabkommen soll alle Länder der Welt auf diesen Pfad einschwören. Nur so kann es gelingen, einerseits den Lebensstandard der über eine Milliarde in absoluter Armut lebenden Menschen zu verbessern und gleichzeitig die Ressourcen der Welt auf nachhaltige Art und Weise zu nutzen.“

Bis Samstag wollen sich die VerhandlerInnen auf der Klimakonferenz in Paris auf ein verbindliches Klimaabkommen einigen. Das zentrale Ziel ist es, die globale Erderwärmung auf weniger als 2°Celsius zu begrenzen. Die drei zentralen Verhandlungspunkte: Reduktion der Treibhausemissionen, Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel v.a. für die ärmsten Länder und die Klimafinanzierung.

 

„Green Climate Funds“ für die ärmsten Länder

Ganz konkret geht es auch um Finanzierungszusagen, die Teil des Abkommens werden sollen. Schweifer: „Die Dotierung des UN-Klimafonds ‚Green Climate Funds‘ ist für die Menschen in den ärmsten Ländern der Welt besonders wichtig. Dieser Fonds soll Anpassungsmaßnahmen in Ländern des globalen Südens ermöglichen, etwa die Anpassung landwirtschaftlicher Methoden in Gebieten mit extremer Wasserknappheit, den Bau von dörflichen Getreidespeichern, um für Dürrezeiten vorzusorgen oder die Umstellung auf nachhaltige Energiesysteme.“

 

„One human familiy – food for all“

Das internationale Caritasnetzwerk hat sich mit vereinten Kräften zwei Jahre lang unter dem Motto „One human family – food for all“ (food.caritas.org) ganz besonders der Thematik der Ernährungsunsicherheit und des Klimawandels angenommen und sich für die Umsetzung des Rechts auf Nahrung eingesetzt.