"Wir hoffen, dass in Syrien bald Frieden herrscht" - #Syria6Years (Teil 2)

15.03.17

Eine syrische Familie

Foto: Caritas

Seit sechs Jahren herrscht Krieg in Syrien. In diesen sechs Jahren waren Millionen Menschen dazu gezwungen alles was sie hatten aufzugeben, ihre Heimat zu verlassen und wieder von vorne zu beginnen. Caritas Mitarbeiter Patrick Nicholson, hat mit einigen Betroffenen geredet:

 

Salouh Chahim lebt mit ihren vier Kindern im Osten Aleppos. „Ich habe davor in Midan gewohnt, in einer Gegend, in der es viele Kämpfe gab", erzählt sie. "Es war sehr gefährlich. Wenn mein Kind hungrig war und sich etwas zu essen holen wollte, hätte es durchaus sein können, dass es auf dem Weg dorthin von einem Scharfschützen erschossen wird."

"Wir haben drei Jahre lang so gelebt. Die Kinder gingen kaum noch zur Schule, nachdem einer ihrer Klassenkameraden verwundet wurde. Zusätzlich wurde unser Apartment von einer Rakete getroffen. Unsere Nachbarn haben uns gerettet, aber unser Haus war zerstört und es war klar, dass wir fliehen mussten."

 

Krankheit und Ungewissheit

"Wir haben Schimmel auf unserer Kleidung, weil unsere jetzige Unterkunft so feucht ist. Das ist auf Dauer nicht gesund. Ich bin krank, meine Kinder sind krank. So zu leben ist hart, vor allem wenn man Familie hat. Einer meiner Söhne hat aufgrund des ganzen Stresses bereits seine Haare verloren."

"Als ich hierherkam hatte ich nichts, nicht einmal genügend Geld, um mir eine Unterkunft zu leisten. Von der Caritas habe ich einen Essenskorb und Schultaschen bekommen, außerdem hat sie mir geholfen, für mein Haus zu zahlen. Mein Vermieter möchte jetzt jedoch die Miete erhöhen und ich weiß nicht, was wir dann tun sollen."

"Das ist unser Leben. Wir wissen nicht, was als Nächstes kommt. Dieser Ort ist alles was wir haben. Wir hoffen und beten, dass in Syrien bald Frieden herrscht.“ 

 

 

Jetzt Menschen in Syrien helfen: