Caritas begrüßt Ausweitung der Hungerhilfe für Ostafrika

28.06.17

Landau: „Die Situation in Ostafrika ist dramatisch. Die zusätzlichen Hilfsgelder aus dem Auslandskatastrophenfonds werden das Überleben von Kindern, Frauen und Männern sichern.“

„Ich war gerade im Norden Kenias, und obwohl ich schon einiges gesehen habe, bin ich tief erschüttert. Abgemagerte Kinder, viel zu schwach und viel zu klein für ihr Alter. Verzweifelte Mütter und Väter, verendete Tiere. Insgesamt drohen im Osten Afrikas mehr als 20 Millionen Menschen zu verhungern. Die heute zugesagten zusätzlichen Gelder aus dem Auslandskatastrophenfonds sind dringend notwendig und sichern das Überleben von Kindern, Frauen und Männern in Äthiopien, Kenia und Uganda. Danke an Außenminister Sebastian Kurz und die gesamte Bundesregierung für diese wichtige Unterstützung!“, begrüßt Caritas Präsident Michael Landau den aktuellen Regierungsbeschluss, drei Millionen Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds für die Nothilfe in der Dürre- und Hungerkatastrophe in Ostafrika zur Verfügung zu stellen. Zusätzlich sollen Hilfsaktivitäten in Uganda über die Austrian Development Agency mit einer weiteren Million Euro unterstützt werden.

„Angesichts der dramatischen Situation in Ostafrika müssen wir unsere Hilfe noch ausweiten und insgesamt muss die internationale Hilfe noch vervielfacht werden“, so Landau. „Die internationale humanitäre Gemeinschaft hat errechnet, dass für die Unterstützung der Menschen in Kenia 166 Millionen US-Dollar an Hilfsgeldern benötigt würden, davon jedoch nur ein Bruchteil zur Verfügung steht. In diesem Zusammenhang will ich deshalb auch an die langjährige Zusage der österreichischen Regierung erinnern, die Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit auf 0,7 % des BP zu erhöhen. Denn neben der Nothilfe braucht es auch nachhaltig wirksame Entwicklungshilfe damit der Hunger langfristig beseitigt werden kann.“

Caritas Präsident Michael Landau weiter: „Ich bin überzeugt: Wir können einen Unterschied machen, jede und jeder Einzelne von uns. Hilfe verändert das Leben von Hundertausenden Menschen. Als Caritas wollen wir in den nächsten Wochen 100.000 Männer, Frauen und Kinder vor dem Hunger retten. In Kenia, im Südsudan oder in Äthiopien. Möglich ist dies nur dank der Spenderinnen und Spender aus Österreich. Das erste Echo ist sehr erfreulich, die Hilfsbereitschaft der ÖsterreicherInnen groß. Herzlichen Dank für diese Unterstützung!“

 

(Presseaussendung 28.6.2017)

Mit 25 Euro versorgen Sie eine sechsköpfige Familie in Kenia eine Woche lang mit einem Nahrungsmittelpaket (bestehend aus Bohnen, Milch, Maismehl und Speiseöl) und retten so Leben.