Caritas in Mosambik: Essen für 3.000 Kinder

14.03.20

Andreas Knapp: „Ein Jahr nach dem verheerenden Zyklon Idai kämpfen die Menschen noch immer täglich um ihre Existenz. Wir lassen die Menschen in Mosambik nach dieser Katastrophe nicht allein!“

 

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Am 15.März 2019 fegte einer der schwersten Wirbelstürme der Geschichte Afrikas über das Land Mosambik. Von der Katastrophe waren insgesamt 1,5 Millionen Menschen betroffen, 600 verloren ihr Leben, die meisten ihre Existenzgrundlage. Der Zyklon zerstörte große Teile des Landes, der Häuser, der Infrastruktur, der landwirtschaftlich nutzbaren Felder und Ernten. „Viele Familien sind noch immer geschwächt, und auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Die Landwirtschaft kommt nur langsam wieder in Schwung. Die Bevölkerung hungert“, so Andreas Knapp, Generalsekretär für Internationale Programme der Caritas Österreich, und weiter: „Die Arbeit der Caritas in Mosambik geht weiter. Die geschwächten Familien werden weiterhin von uns unterstützt.“

Zwei Stürme, Dürre und Überflutungen

Mosambik wurde im vergangenen Jahr gleich von vier Katastrophen getroffen. Nach dem Zyklon Idai traf am 25. April der Sturm Kenneth das Land, danach mussten einige Gebiete mit Dürre, andere mit Überschwemmungen kämpfen. Dadurch wurden weite Teile der landwirtschaftlichen Flächen sowie ein Großteil der Ernten zerstört. Nach wie vor sind viele auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen, bis ihre Felder wieder bebaubar sind. „Die Menschen leiden noch immer unter Mängelernährung und kämpfen täglich um ihre Existenz. Wir unterstützen sie weiterhin mit Nahrungsmittelhilfe, bis sie sich wieder selbst versorgen können.“, so Knapp.

Nothilfe, Saatgut und Wiederaufbau

In den ersten Monaten nach den Katastrophen lag der Fokus auf der Nothilfe, wie Wasserversorgung, Nahrungsmittelhilfe, Verteilungen von Matratzen oder Hygieneartikeln. Durch die langjährige Partnerschaft mit lokalen Organisationen war die Caritas vor der Katastrophe vor Ort und ist auch beim Wiederaufbau weiter langfristig für die Menschen da. „Durch die enorme Hilfsbereitschaft der Österreicherinnen und Österreicher konnten wir in Mosambik unter anderem an 10.000 Haushalte Saatgut und landwirtschaftliche Geräte verteilen, die so wichtig für die Wiederherstellung der Lebensgrundlagen der betroffenen Menschen sind“, berichtet Knapp, „3.000 Kinder erhalten außerdem tägliches Essen, das macht einen enormen Unterschied.“

Gerade Kinder sind in solchen Krisensituationen die Leidtragenden, sie leiden an Mangelernährung und sind durch die traumatischen Erlebnisse extrem belastet. Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation werden diese Kinder psychosozial betreut und erfahren wieder Freude, Spiel und Spaß. Dadurch können sie ihre schwierige Situation vergessen.

Trotz schwierigster Bedingungen immer wieder kleine Erfolge

Hoffnungsvoll blicken die Menschen vor Ort in Richtung April: Das durch Hilfe der Caritas zur Verfügung gestellte Saatgut gedeiht und soll im Frühjahr erntefertig sein.

Der Wiederaufbau der Schule in Barada für rund 2.200 Schülerinnen und Schüler ist fast fertig und kann nun genutzt werden. Für Kinder und Jugendliche, die von weiter weg kommen, wird gemeinsam mit unserem Partner vor Ort das Internat wieder aufgebaut.

Doch Schulen funktionieren nur teilweise, viele Menschen mussten umgesiedelt werden und finden sich in ganz anderer Umgebung wieder. Nicht zuletzt für Kinder sind die Bedingungen also noch sehr schwierig. Der Wiederaufbau von ganzen Dörfern ist notwendig, das braucht Zeit und ist noch lange nicht erledigt. „Ich danke den Spenderinnen und Spendern, die diese Hilfe möglich machen und bereits so großartig mitgeholfen haben“, bedankt sich Knapp.

Hilfe nach Zyklon in Mosambik - so ist Hilfe möglich:

Spendenkontonummer:

BAWAG P.S.K.

BIC: BAWAATWW

IBAN: AT92 6000 0000 0770 0004

Kennwort: Nothilfe Mosambik

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Eunike de Wilde
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