Anschlag in Wien: Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen

03.11.20

Caritas Präsident Michael Landau in einer ersten Stellungnahme auf den Anschlag in der Wiener Innenstadt: "Dürfen uns durch Hass nicht spalten lassen."

Zu dem mutmaßlichen Terroranschlag in der Wiener Innenstadt von heute Nacht zeigt sich Caritas Präsident Michael Landau in einer ersten Stellungnahme zutiefst betroffen: "Die Bilder, die uns in den vergangenen Stunden aus der Wiener Innenstadt erreicht haben, machen fassungslos. Unsere Trauer gilt den Toten, unser Mitgefühl den Angehörigen und unser Dank gilt allen Einsatzkräften von Polizei, Rettung und Bundesheer, die unter Einsatz ihres Lebens das Leben anderer schützen. Noch sind viele Dinge unklar. Doch feststeht schon jetzt: Die Schüsse trafen Unschuldige und sie treffen gleichzeitig mitten in unser Herz als Gesellschaft. Getroffen sind Werte, auf die wir uns zu Recht berufen - Freiheit, Demokratie, Toleranz und Nächstenliebe. Klar ist: Extremismus, Gewalt und Terror haben in Österreich - in unserer Gesellschaft - keinen Platz. Als Caritas sind wir überzeugt: Unsere Werte werden am besten dadurch verteidigt, wenn wir sie weiterhin leben. Wenn wir weiter frei und ohne Angst handeln, denken, leben und lieben. Tag für Tag aufs Neue. Werte, die uns wichtig sind, können von einzelnen zwar verraten, aber nur von allen gemeinsam bewahrt werden. Terroristen wollen das friedliche und respektvolle Zusammenleben der Menschen zerstören. Und das darf ihnen nicht gelingen. Es wird eine Weile dauern, ehe diese Wunden heilen. Aber unser Land hat in der Vergangenheit bewiesen, wie stark es ist. Gerade jetzt ist Zusammenhalt wichtig. Und gerade jetzt dürfen wir unsere Gesellschaft nicht durch Hass und Gewalt spalten lassen. Der Glaube an das Gemeinsame und die Überzeugung, dass dieses Gemeinsame stärker als das Trennende ist, sollte uns allen gerade in diesen Stunden heilig sein. Die Würde des Menschen ist unteilbar. Es gibt nur ein Maß: die Maßeinheit Mensch.