Eine Ehrenamtliche auf vier Pfoten mit großer Wirkung

Die Caritas-Einrichtung „Elisabeth Stub’n“, eine Tagesbetreuung für Menschen mit Demenz in Linz, hat zwei Mal pro Monat eine besondere Ehrenamtliche zu Gast: Kimmy. Die Mischlingshündin zaubert den SeniorInnenen nicht nur ein Lächeln ins Gesicht, sondern erfüllt grandios ihren Job als „diplomierte“ Hundetherapeutin.

 

 

Die SeniorInnen sitzen im Sesselkreis. Da geht die Tür auf, Kimmy trabt fröhlich herein und geht reih um, um „ihre“ SeniorInnen zu begrüßen. Diese scherzen, reden mit der Hündin und freuen sich, wenn sie ihnen den Ball zum Werfen vor die Füße legt. Eine ältere Dame, die bisher ins Leere geblickt hat, wendet den Kopf, als Kimmy vor ihr steht. Ihre Anwesenheit genügt, dass die Frau aus ihrer eigenen Welt zurückkehrt.

Bessere Gesundheit durch Freude

Aus therapeutischer Sicht arbeitet die Hündin wie ein Tausendsassa. Sie schult die Feinmotorik der SeniorInnen, wenn sie sich füttern und streicheln lässt. Mit Ball- und Frisbeespielen motiviert sie zu mehr Bewegung. Ganz „ohne Chemie“ senkt Kimmy den Blutdruck und den Kortisolspiegel im Blut, sodass Schmerzen und Stress abnehmen. Gleichzeitig kurbelt sie die Produktion von Glückhormonen an und beruhigt die Herzfrequenz. Speziell Menschen mit Demenz fällt es leichter, sich beim Vierbeiner zu konzentrieren und sich anderen gegenüber zu öffnen. „Die Tagesgäste fangen zu plaudern an und sind kontaktfreudiger“, erzählt Marjane Matic, Leiterin der Elisabeth Stub’n der Caritas.