Gesund bleiben in sozialen Berufen 2017.18


Wann: 24.11.17 / 14:00

 

Menschen in sozialen Berufen verfügen oft über besondere Fähigkeiten: sie können sich gut in die Befindlichkeit und Bedürfnisse anderer Menschen einfühlen, zeichnen sich durch überdurchschnittliches Engagement und Eigenverantwortung aus und haben hohe Ideale und Ansprüche an sich selbst. Sie sind aber auch besonderen Gefährdungen ausgesetzt: eigene Bedürfnisse und Grenzen werden leicht aus den Augen verloren, Selbstfürsorge und Selbstempathie vernachlässigt. 

Damit die wertvollen Begabungen nicht zu körperlicher und geistig-seelischer Erschöpfung sondern zum eigenen Wohl und dem der Anderen beitragen, kann es sinnvoll sein zu reflektieren und zu erfahren wie…

  • ein vertieftes Verstehen einen erweiterten Erlebens- und Handlungsspiel-Raum bedeutet sowie eine bewusstere Beziehungsgestaltung möglich macht
  • Sicherheit im Innen zu kraftvollem, lebendigem, kreativem Sein im Außen führt
  • ein Klima der Wertschätzung, des echten Interesses und tiefen Respekts – sich selbst und anderen Gegenüber - die beste Wachstums- und Heilungsbedingung ist
  • Körpererleben einen direkten Zugang zum Unbewussten eröffnet und über Symbolisieren ein ganzheitliches Be-greifen möglich wird. 

Zielsetzung

  • über eine Auseinandersetzung mit der eigenen Lebensgeschichte (unbewusst) steuernde Bedürfnisse und Motive kennen und verstehen lernen und dadurch Veränderungswünsche und – notwendigkeiten gestalten können
  • der Frage nachgehen, was mir wirklich wichtig ist und welche inneren Blockaden und äußeren Hindernissen einer Verwirklichung noch entgegenstehen
  • zu seelischer und körperlicher Gesundheit, zu mehr Lebendigkeit, Lebensglück und –sinn und erfüllteren Beziehungen in Beruf und Privatleben beitragen

 Inhalte 

  • Modul 1: Standortbestimmung  auf dem Hintergrund wichtiger biographischer Erfahrungen und aktueller Veränderungswünsche und – notwendigkeiten 
  • Modul 2: Verstehen von Bewältigungsstrategien als unbewusste Lösungsversuche, Potentiale und Gefährdungen erkennen und regulieren lernen 
  • Modul 3: Ressourcenarbeit mit Hilfe des Ego-State-Modells, strukturierter Körperarbeit sowie eines ganzheitlichen Lösungsbildes 
  • Modul 4: Reflexion und Würdigung der Veränderungsprozesse und des eigenen Wachstums, Ergänzung durch vertiefende Inputs
    Das Vorgespräch mit der Lehrgangsleiterin dient dem gegenseitigen Kennenlernen und der Einstimmung auf den Lehrgang

Methode
Neben theoretischen Überlegungen zu Entstehungsfaktoren, Prävention und Behandlungsmöglichkeiten von Burnout werden individuelle Lösungsansätze erarbeitet, die auf dem Boden eines emotionalen Verstehens sowohl in der Gruppe als auch in den Zeiten zwischen den Modulen erlebt, gestärkt und adaptiert werden. Wir arbeiten mit der Methode der Konzentrativen Bewegungstherapie (KBT). Die KBT ist eine psychotherapeutische Methode, die lebensgeschichtlich nicht mehr zugängliche Gefühle und Konflikte im aktuellen Beziehungsgeschehen unmittelbar begreifbar macht. Ressourcen, Selbstheilungs-potentiale und Handlungskompetenzen werden aktiviert, korrigierende Erfahrungen tragen zu Problembewältigung und Ich-Stärkung bei. 
Je nach Bedürfnissen und Möglichkeiten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wird auf verschiedenen Ebenen gearbeitet: im Gespräch, durch Arbeit am Körper, in Interaktionssequenzen und kreativer Gestaltung mit Gegenständen.

Termine
24. und 25. November 2017
19. und 20. Jänner 2018
23. und 24. März 2018
21. September 2018
Freitag 14:00 bis 20:00 Uhr, Samstag 9:00 bis 17:00 Uhr
Vorgespräch mit der Lehrgangsleiterin Anfang November 2017, Termin wird bei der Anmeldung vereinbart

Lehrgangsleitung
Mag. Sissi Zauner
Psychotherapeutin (Konzentrative Bewegungstherapie), Lehrtherapeutin im ÖAKBT, tätig im Zentrum für psychosoziale Gesundheit - Sonnenpark Lans und in freier Praxis

Ort: Haus der Begegnung, Rennweg 12, Innsbruck

Ziegruppe: Alle Interessierten, die haupt- oder ehrenamtlich im Sozial- und Gesundheitsbereich tätig sind

Kosten: 780.- Euro

Anmeldeschluss: 22. Oktober 2017