4. Tag der Demenz in Leoben


Wann: 24.09.16 / 09:00 - 24.09.16 / 14:30

Wo: Montanuniversität Leoben, AudiMax

Wiese mit Baum im Sonnenlicht

Foto: Stephan Friesinger

Information und Austausch zum Thema Demenz stehen im Mittelpunkt beim 4. Tag der Demenz der Caritas am Samstag, 24. September in der Montanuni Leoben. Die Fachveranstaltung richtet sich vorrangig an betreuende Angehörige, die sich oft mit dem herausfordernden Thema allein gelassen fühlen.

Der Psychiater Alexis Mtzawrakos beschreibt in einem Vortrag, wie Angehörige lernen können, mit dem veränderten Verhalten der Betroffenen umzugehen. Die Psychotherapeutin Sabine Oswald spricht über die Ängste, die Betroffene und Angehörige häufig im Alltag begleiten.

MitarbeiterInnen des Caritas-Projektes „Entlastung bei Demenz“ erklären ihre Arbeit und bringen Beispiele entlastender Unterstützung aus der Praxis. Auch pflegende Angehörige kommen zu Wort. Während der gesamten Veranstaltung von 09.00 bis 14.30 Uhr stellen AktionspartnerInnen an einem „Marktstand“ zahlreiche Angebote rund um das Thema Demenz vor.

 

Information und Anmeldung:

Mag. Thomas Jäger 0676/88015 399 oder akademie(at)caritas-steiermark.at

Ältere Frau blickt fragend auf ihre Tochter: Meine Tochter sind Sie? Und wie heißen Sie?

Demenz – das häufige Leiden im höheren Alter betrifft viele Menschen auf unterschiedliche Weise, auch in der eigenen Familie oder im Freundeskreis. Oft geht die Krankheit mit einer schleichenden Entfremdung einher – die Betroffenen verlieren ihre Erinnerungen und ihre Orientierung, werden sich selbst fremd und den ihnen Nahestehenden. Manchmal erkennen Eltern ihre Kinder oder Partner einander nicht mehr. Das Unbegreifliche der Krankheit beschreibt der Schriftsteller Arno Geiger in seinem Roman „Der alte König in seinem Exil“ über seinen erkrankten Vater so: „Oft ist es, als wisse der Vater nichts und verstehe alles.“

Verhaltensänderungen verursachen viele Missverständnisse und hohe Belastungen. Diesen sind vor allem Angehörige und Betreuungspersonen ausgesetzt, die von Demenz betroffene Menschen in dieser Phase pflegen. Betreuende Angehörige sind tagtäglich - oft rund um die Uhr – im Einsatz und mit ihrer Situation häufig alleingelassen. Menschen, die ihre Angehörigen über Jahre hinweg betreuen, kommen oft an ihre Grenzen - sie vernachlässigen ihre eigenen Bedürfnisse, eigene soziale Kontakte und brennen in der Folge aus.

Um Angehörige zu entlasten, Bewusstsein für diese Situation zu schaffen und das Umfeld der betroffenen Familien in Bezug auf die auftretenden Probleme zu sensibilisieren, hat die Caritas das Projekt „Entlastung bei Demenz“ ins Leben gerufen. Dazu gehören u.a. Informationsveranstaltungen, Beratung und Schulung betroffener Angehöriger im Umgang mit Demenzkranken und der Aufbau eines Netzwerkes von Freiwilligen, die betroffene Familien stundenweise entlasten.

 

Umfassende Informationen zum Thema Demenz, individuelle Beratungs- und Entlastungsangebote sowie hilfreiche Tipps erhalten Sie auch unter www.caritas-pflege.at.