Agrarpolitik mit Nebenwirkungen


Wann: 29.04.19 / 19:30

Wo: inatura Dornbirn

Die Agrarpolitikerin Maria Heubuch MdEP (Grüne) kämpft im Europa-Parlament für die dringend nötige Reform der EU-Agrarpolitik. Die Europaabgeordnete aus dem württembergischen Allgäu fordert ein Leitbild für eine moderne Landwirtschafts- und Lebensmittelpolitik. In ihrem Impulsvortrag geht sie der Frage nach, was in der europäischen Landwirtschaftspolitik im Spannungsfeld zwischen Agrarlobbyismus und Verbraucherinteressen falsch läuft und warum.

Die Zukunft der europäischen Landwirtschaft

Derzeit streiten die EU Parlamentarier in Brüssel über die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) in Europa. Von der dringend nötigen Wende ist die EU-Agrarpolitik, die verheerende Schäden in Europa und im globalen Süden anrichtet und die Welt trotzdem nicht satt macht, aber weit entfernt.

Damit die KleinbäuerInnen im Globalen Süden unter den Nebenwirkungen der EU-Agrarpolitik nicht leiden müssen, hat die EU in den letzten 20 Jahren ihre Förderpraxis reformiert. Die GAP hat heute zwar weniger, aber noch immer deutliche Auswirkungen auf Entwicklung, nämlich durch billige Agrarexporte, durch Importe und durch klimaschädliche Emissionen.

In Folge des Brexits werden im EU Budget nach 2020 jährlich voraussichtlich zwölf Milliarden Euro fehlen. Die Kürzung der Agrarförderung dürfte etwa fünf Prozent betragen. Doch das ist nicht das einzige Problem: Während die erste Säule, dazu zählen Direktzahlungen, nur um etwa 3,9 Prozent gekappt werden soll, werden die Kürzungen der zweiten Säule, von der zum Beispiel der Umweltschutz und somit die Biodiversität profitieren, bis zu 28 Prozent betragen. Solche ungleichen Budgetkürzungen sind aus Sicht von Maria Heubuch nicht akzeptabel.

Scharf kritisiert sie auch, dass sich an der Exportorientiertheit der Landwirtschaft nichts ändern wird. Zudem bemängelt die EU-Abgeordnete der Grünen, eine Renationalisierung der europäischen Agrarpolitik. Von 27 verschiedenen Strategieplänen mit 27 unterschiedlichen Vorgehensweisen erwartet sie nichts Gutes für Umwelt, Klima und bäuerliche Betriebe.

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