Lange Nacht der Kirchen


Wann: 24.05.19 - 24.05.19 / ganztägige Veranstaltung

Wo: Wien

Kirche von innen

Foto: (c) Alexander Müller

Gospel, Gregorianik oder Karaoke, Führungen in den Dachstuhl und die Klosterbibliothek, Diskussionen und Talks über Gott und die Welt, Meditationen, Gebet oder einfach die Stille des Kirchenraums genießen – bei der Langen Nacht hat man viele Möglichkeiten und das alles ohne Eintrittsticket! 

Die Lange Nacht der Kirchen lädt am 24. Mai 2019 zu einem vielfältigen Programm in österreichweit circa 800 Kirchen. Insgesamt werden bei fast 3.000 Einzelveranstaltungen jährlich um die 300.000 Besucherinnen und Besucher begrüßt. In Wien findet die Lange Nacht der Kirchen 2019 zum fünfzehnten Mal statt. Hier erwarten die Besucherinnen und Besucher fast 1.000 Programmpunkte in den 190 teilnehmenden Kirchen. 

 

Caritas bei der Langen Nacht der Kirchen

In der Votivkirche berichtet Klaus Schwertner über die Erfahrungen der Caritas zum Thema „Warum der Einsatz für Migranten kein verzichtbares Nebenthema sein darf – die Caritas als mahnendes Gewissen der Kirche.“ (9., Rooseveltplatz 8). Die Caritas besser kennenlernen kann man zum Beispiel in Maria Hietzing, wo die Caritas Socialis mit einem Vortrag und Film vorgestellt wird. (13., Am Platz 1). Im ersten Bezirk bekommt man in der Kapuzinerkirche einen weiteren Einblick in die Arbeit der Caritas. Dort geht es um das Thema Demenz, als Ansprechpartner steht Mag Norbert Partl, der Leiter des Bereichs Angehörigenberatung der Caritas Pflege, zur Verfügung.

Aber die Caritas sorgt auch für Verpflegung – jeden Tag sind die beiden Essensbusse der Caritas in Wien unterwegs, um Menschen auf der Straße mit heißer Suppe, Brot und Tee zu versorgen. Am Ende der Langen Nacht der Kirchen haben BesucherInnen die Möglichkeit sich mit einer Suppenkostprobe aus dem Canisibus zu stärken. (1., Tegetthoffstraße 2)

 

Hinauf auf den Turm – hinunter in die Krypta

Führungen auf Kirchtürme und in Krypten oder auch in den sonst verschlossenen Dachboden (8., Florianigasse 70), ein Kindermusical „David & Goliat“ von Kindern für Kinder (15., Burjanplatz 2), ein Konzert mit Panflöte und Akkordeon (Wiener Neustadt, Günthergasse 14) und Diskussionen wie über die Rolle der Medien in der Demokratie (1., Stephansplatz 4) – das Spektrum an Veranstaltung ist weit und dazwischen bleibt genügend Platz, um auch einmal innezuhalten und Kerzenlicht und Ruhe zu genießen oder bei einem Glas Wein und einem Stück Brot Veranstalter oder andere Besucher kennenzulernen.

 

Ab 17.50 Uhr läuten die teilnehmenden Kirchen die Lange Nacht ein

Um 17.50 wird die Lange Nacht der Kirchen von den teilnehmenden Kirchen eingeläutet und dann beginnt für viele Besucher ein Marathon. 190 Schauplätze öffnen allein in Wien und Umgebung die Tore und wenn man dann einmal in der Kirche ist, sind es von der Krypta in den Kirchturm auch noch einige Stufen. Kein Wunder, dass manche Besucher auf ihrer schon lang im Vorhinein geplanten Route 20 oder mehr Kilometer zurücklegen.

 

Königin der Instrumente

50 Veranstaltungen drehen sich allein um die Orgel, was aber gar keine so hohe Zahl ist, wenn man bedenkt, dass die meisten Kirchen über eine – wenn nicht sogar mehrere – Orgeln verfügen.

Das größte aktuelle Orgelprojekt ist die Sanierung der Riesenorgel im Stephansdom. Beim verheerenden Dombrand im April 1945 wurde die alte Riesenorgel aus dem Jahr 1886 völlig zerstört. Ihre von Johann M. Kauffmann erbaute Nachfolgerin mit rund 10.000 Pfeifen wurde 1960 eingeweiht. Doch von Anfang an gab es akustische Probleme mit der "neuen" Riesenorgel, und sie verstummte endgültig, als 1991 die Domorgel im vorderen Bereich des Stephansdomes eingeweiht wurde. Optisch unverändert soll die Riesenorgel ab dem Ostersonntag 2020 mit einem neuen Klangkonzept und einer verbesserten technischen Anlage durch die Orgelbaufirma Rieger in Vorarlberg wieder zum Leben erweckt werden. Wer gerne wissen möchte, wie so ein Projekt abläuft ist bei der Veranstaltung "Herzensprojekt Riesenorgel" richtig aufgehoben. 

 

Tausende Ehrenamtliche und Künstler arbeiten am Programm und bereiten die größte ökumenische Veranstaltung dieser Art vor

Seit fünfzehn Jahren ist die Veranstaltung ein Teil des Lebens der christlichen Kirchen und somit zu einem nachhaltigen ökumenischen Erfolgsprojekt aller 16 im Ökumenischen Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) vertretenen christlichen Glaubensgemeinschaften geworden. Jährlich besuchen in ganz Österreich ungefähr 300.000 Besucherinnen und Besucher die Veranstaltung

Dass die Lange Nacht der Kirchen von vielen Engagierten mit viel Herzblut und noch mehr Liebe vorbereitet wird, merken die Besucher spätestens, wenn Sie den Kirchenraum betreten. Das Programm zeigt den Schwerpunkt und die besonderen Interessen der in der jeweiligen Kirche Engagierten und wird lokal in der Pfarre organisiert. Das beschert den Besuchern manchmal das Gefühl, als wäre man bei Freunden zu Besuch. Wenn zum Beispiel in einer Kirche alle Türen offenstehen und man bis auf den Dachboden steigen kann oder die junge Nonne auf ihrem Flügel am Abschluss der Langen Nacht ein kurzes Schlaflied für die letzten Gäste spielt. 

Wann: 24. Mai, ab 18 Uhr

Wo: Alle Infos unter www.langenachtderkirchen.at

Eintritt frei