Verbesserte Landwirtschaft und Ernährungssicherheit - Burkina Faso

Die ländliche Bevölkerung im Sahel gehört zu der am meisten gefährdeten Gruppe im Lande. Geringe Niederschläge und damit verbundene Trockenheit, fehlende Bildungsmöglichkeiten und rudimentäre Anbaumethoden haben eine negative Auswirkung auf die landwirtschaftliche Produktion. Diese Probleme lösen wiederum Hungersnot, geringe Trinkwasserzugänge und unzureichendes Wissen in der Landwirtschaft aus.

 

In Burkina Faso werden in der Diözese Kaya 16 Dörfer durch Maßnahmen zur verbesserten Landwirtschaft und Ernährungssituation unterstützt. Gemeinsam werden nachhaltige Methoden in der Landwirtschaft erprobt und vertieft und somit ein ausreichender und qualitätsvoller Trinkwasserzugang für 650 Haushalte und permanente Ernährungssicherheit für 1700 Haushalte geschaffen. 

 

Die Familien erhalten unter anderem landwirtschaftliche Geräte, verbessertes Saatgut, Schulungen zu nachhaltigen Methoden, Kochkurse, langfristige Beobachtung unterernährter Kinder und werden in ihrem Wissen über Viehzucht, Handel und Gemüseanbau gefördert, um eine Steigerung und Diversifizierung der nachhaltigen landwirtschaftlichen Produktion zu erreichen. Wiederaufforstung und die Verwendung von energiesparenden Öfen in Verbindung mit Sensibilisierungseinheiten sind ein wesentlicher Beitrag zum Schutz und zur Regenerierung der natürlichen Ressourcen. 

 

Um die Wirksamkeit der realisierten Maßnahmen zu erhöhen, zielt das Projekt darauf ab, Raum für Reflexion zu schaffen, gemeinsam zu lernen, Erfahrungen weiterzugeben, Veränderungsprozesse anzuregen, neue Ideen aufzunehmen und diese weiterzuentwickeln. Besonderer Schwerpunkt wird zudem auf Innovation und Wissensmanagement gelegt, damit langfristige Perspektiven geschaffen, verstärkt und unterstützt werden können. Durch verstärkten Dialog mit politischen EntscheidungsträgerInnen sollen die Anliegen der Zielgruppen auch auf politischer Ebene berücksichtigt werden. 

 

Wichtige Schulungen in Organisation, Verwaltung, Lagerung und Vermarktung der Produkte aus Landwirtschaft und Viehzucht wirken nachhaltig. Größtmögliche Eigenständigkeit der Dorfgruppen in ihren Aktivitäten soll nach fünf Jahren Projektbetreuung erreicht werden. 

 

Das Projekt ist Teil eines Caritas-Programms, das kleinbäuerliche Haushalte in Burkina Faso, Senegal, Äthiopien und dem Südsudan unterstützt.

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