Essen macht groß und stark - DR Kongo

Die 24-jährige Djinga freut sich über jeden Löffel Brei, den ihr kleiner Sohn hinunterschluckt. In der Caritas-Ernährungsstation kann ihr untergewichtiges Kind zum Glück wieder gesund werden.

Vor ein paar Wochen ging es dem heute 20 Monate alten Bosange gar nicht gut. Er litt an Durchfall, war dehydriert und stark untergewichtig. Djinga beschloss, ihn in die Caritas-Ernährungsstation Elikya zu bringen – gerade noch rechtzeitig, denn er wurde sofort stationär aufgenommen. Die Krankenschwestern behandelten ihn mit Medikamenten und verabreichen ihm alle drei Stunden etwas Sojamilch.

In sechs Ernährungsstationen in Armenvierteln und Vororten von Kinshasa werden unterernährte Babys und Kleinkinder gesund gepflegt. Die Krankenschwestern füttern die Kleinen mit einem Spezialbrei aus Öl, Zucker, Erdnüssen und Soja. Wenn die Kinder schwer unterernährt sind, können die Mütter mit ihnen bis zu einem Monat in der Ernährungsstation bleiben. Die Kleinen erhalten dann Sojamilch und werden bei Bedarf mit Medikamenten versorgt.

Danach erfolgt die ambulante Nachbetreuung - die Mütter kommen dann einmal in der Woche mit ihren Kindern zur Gewichtskontrolle, um die Entwicklung der Kinder überprüfen zu lassen. 2020 wurden 2.712 Babys und Kleinkinder in den Ernährungsstationen versorgt und so vor dem Hunger bewahrt.

Auch bei Bosange geht es schön langsam bergauf. Er hat bereits ein knappes Kilo zugenommen und wieder angefangen, Brei zu essen. „Ich ziehe meinen Sohn alleine ohne seinen Vater auf, was für mich oft sehr schwierig ist. Hier in der Ernährungsstation haben mir die Krankenschwestern gezeigt, wie ich auch mit wenig Mitteln mein Kind nahrhaft ernähren kann“, erzählt Djinga erleichtert.

Zusätzlich zur Hilfe in den Ernährungsstationen besuchen mobile Gesundheitsteams kinderreiche Familien in abgelegenen Dörfern. Sie identifizieren dabei auch Kinder, die dringend stationär behandelt werden müssten und überreden die Eltern, ihre Kinder in einer Ernährungsstation untersuchen zu lassen.


25 Euro kostet die Versorgung eines unterernährten Kindes mit Spezialnahrung und Medikamenten für einen Monat!

Bitte helfen Sie!

  • Die Mütter füttern ihre Kinder mit einem nahrhaften Brei.

    Die Mütter füttern ihre Kinder mit einem nahrhaften Brei.

  • Krankenschwestern richten in der Ernährungsstation in N'sele den nahrhaften Brei an.

    Krankenschwestern richten in der Ernährungsstation in N'sele den nahrhaften Brei an.

  • Die älteren Kinder, die bereits selbständig essen können, stellen sich für den Brei an.

    Die älteren Kinder, die bereits selbständig essen können, stellen sich für den Brei an.

  • Jedes Kind bekommt eine große Portion, damit es satt wird und sich gut entwickeln kann.

    Jedes Kind bekommt eine große Portion, damit es satt wird und sich gut entwickeln kann.

  • Die unterernährten Kinder werden bei der Aufnahme genau von einem Arzt oder Ärztin untersucht.

    Die unterernährten Kinder werden bei der Aufnahme genau von einem Arzt oder Ärztin untersucht.

  • Eine Krankenschwester misst den Armumfang eines unterernährten Mädchens.

    Eine Krankenschwester misst den Armumfang eines unterernährten Mädchens.

  • Länderreferentin Andrea Fellner im Gespräch mit einer Krankenschwester und einer Mutter

    Länderreferentin Andrea Fellner im Gespräch mit einer Krankenschwester und einer Mutter

  • Nach der stationären Behandlung kommen die Mütter einmal in der Woche mit ihren Kindern zur Gewichtskontrolle.

    Nach der stationären Behandlung kommen die Mütter einmal in der Woche mit ihren Kindern zur Gewichtskontrolle.

  • Krankenschwestern klären die Eltern darüber auf, wie sie ihre Kinder nahrhaft ernähren können.

    Krankenschwestern klären die Eltern darüber auf, wie sie ihre Kinder nahrhaft ernähren können.

  • Länderreferentin Andrea Fellner mit Kindern von der Ernährungsstation in N'sele

    Länderreferentin Andrea Fellner mit Kindern von der Ernährungsstation in N'sele

Hier die Video- und Bilderreise in eine Ernährungsstation ansehen!