Essen macht groß und stark - DR Kongo

Marie ist mit ihrer zwei Jahre alten Tochter Linda fünf Stunden zu Fuß unterwegs gewesen, um die Ernährungsstation in Liziba, in der Nähe der Zehn-Millionen-Hauptstadt Kinshasa, zu erreichen. Als sie dort ankamen, war Lindas Zustand kritisch. Sie wog nur sechs Kilogramm und hatte Fieber. Dank Spezialnahrung und Medikamente gewann Linda den Überlebenskampf. „Ich bin unendlich dankbar, dass mein Kind gerettet wurde und nicht wie manche andere an Hunger gestorben ist“, sagt die 18-jährige Marie.

In vier Gesundheitszentren in Vororten und Armenvierteln von Kinshasa werden unterernährte Babys und Kinder im Alter von 0 bis 5 Jahren gesund gepflegt. Die Kleinen erhalten einen Brei aus Öl, Zucker, Erdnüssen und Soja, der ihnen alle drei Stunden verabreicht wird. Bis zu drei Wochen werden die Kinder stationär behandelt und erhalten bei Bedarf Medikamente. Danach erfolgt die ambulante Nachbetreuung - die Mütter kommen dann einmal in der Woche mit ihren Kindern zur Gewichtskontrolle, um die Entwicklung der Kinder überprüfen zu lassen. 2017 konnten 2.158 Babys und Kleinkinder gesund gepflegt werden.

Besonders wichtig ist den Krankenschwestern die Aufklärungsarbeit in den Familien. In den Gesundheitszentren halten sie Vorträge für Eltern, um Bewusstsein dafür zu schaffen, wie sie für ihren Nachwuchs die Ernährung mit den bescheidenen Möglichkeiten bestmöglich sichern können. Sie unterstützen die Eltern auch beim Anlegen eines Gartens. Die Ernte von Mais, Erdnüssen und Soja hilft mit, die Familie, und vor allem die Kinder, ausgewogen ernähren zu können.

Zusätzlich besuchen mobile Gesundheitsteams kinderreiche Familien in abgelegenen Dörfern. Sie identifizieren dabei auch Kinder, die dringend stationär behandelt werden müssten und überreden die Eltern, ihre Kinder in einer Ernährungsstation untersuchen zu lassen. Außerdem versorgen sie die Dörfer mit Medikamenten und halten Vorträge zur richtigen Ernährung der Kinder.


25 Euro kostet die Versorgung eines unterernährten Kindes mit Spezialnahrung und Medikamenten für einen Monat!

Bitte helfen Sie!

  • Krankenschwestern richten in der Ernährungsstation in N'sele den nahrhaften Brei an.

    Krankenschwestern richten in der Ernährungsstation in N'sele den nahrhaften Brei an.

  • Der Brei wird an die Kinder ausgeteilt.

    Der Brei wird an die Kinder ausgeteilt.

  • Die unterernährten Kinder werden bei der Aufnahme genau von einem Arzt oder Ärztin untersucht.

    Die unterernährten Kinder werden bei der Aufnahme genau von einem Arzt oder Ärztin untersucht.

  • Länderreferentin Andrea Fellner im Gespräch mit einer Krankenschwester und einer Mutter

    Länderreferentin Andrea Fellner im Gespräch mit einer Krankenschwester und einer Mutter

  • Nach der stationären Behandlung kommen die Mütter einmal in der Woche mit ihren Kindern zur Gewichtskontrolle.

    Nach der stationären Behandlung kommen die Mütter einmal in der Woche mit ihren Kindern zur Gewichtskontrolle.

  • Krankenschwestern klären die Eltern darüber auf, wie sie ihre Kinder nahrhaft ernähren können.

    Krankenschwestern klären die Eltern darüber auf, wie sie ihre Kinder nahrhaft ernähren können.

  • Länderreferentin Andrea Fellner mit Kindern von der Ernährungsstation in N'sele

    Länderreferentin Andrea Fellner mit Kindern von der Ernährungsstation in N'sele