Integration statt Ausgrenzung - DR Kongo

Menschen mit Behinderung sind in der Demokratischen Republik Kongo besonders marginalisiert und aus der Gesellschaft ausgeschlossen. Sie sind somit diejenigen die am Stärksten von Armut betroffen sind. Vor allem Menschen mit Behinderung, die in ländlichen Gebieten wohnen sind stark benachteiligt. Kinder besuchen keine Schule und haben somit kaum Zugang zur Arbeitswelt und zum gesellschaftlichen Leben.

Aus diesem Grund setzten wir in der den Provinzen Haut-Katanga, Haut-Lomami, Lualaba und Tanganyika (ehemalige Provinz Katanga) das Projekt „Écoutez-Nous!“ („Hört uns!“) durch. Es soll Menschen mit körperlichen Behinderungen stärker in die Gesellschaft integrieren. Die ehemalige Provinz Katanga ist eine der politisch und ökonomisch bedeutendsten Provinzen der DR Kongo und könnte damit zum Vorbild für andere Provinzen werden.

Unser Projekt fördert Organisationen, die eine Verbesserung der Lebensbedingungen für Menschen mit körperlichen Behinderungen erreichen. Mit eingebunden sind zahlreiche Sportvereine, Schulen, Elternvereine, lokale Autoritäten sowie die wesentlichen politischen Funktionäre der Provinz. Das Projekt soll eine gemeinsame Vernetzung von AkteurInnen ermöglichen, um einen gesellschaftlichen Wandel voranzutreiben.

Diese zivilgesellschaftliche Plattform ermöglicht einen Dialog mit den politischen EntscheidungsträgerInnen. Entsprechende Maßnahmen zur Zielerreichung können so gemeinsam vorangetrieben werden. So etwa die Förderung des inklusiven Turnunterrichts in Schulen oder die Barrierefreiheit von Wahllokalen.

 

Inklusion und Selbstermächtigung durch Sport

Sport verstärkt ein tolerantes Verhalten, Selbstwertgefühl sowie die eigene Gesundheit. Das alles sind Fähigkeiten, die helfen schwierige Lebenssituationen zu überwinden und Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Eine Behindertensportliga wurde daher in den vier Provinzen geründet. Sitz-Volleyball, Goalball (ein Ballsport für Menschen mit Sehbehinderung) sowie leichtathletische Disziplinen gehören mittlerweile zum Repertoire. Mehrere Teams haben sich innerhalb des Landes formiert und Championate werden regelmäßig organisiert.

„Menschen mit Behinderung sollen sich selbstverwirklichen und weiterentwickeln können. Wir möchten, dass sie aufstehen und eine Stimme erhalten – im wortwörtlichen und metaphorischen Sinn“, so Schwester Liliane Mujinga, die Koordinatorin unseres Projekts vor Ort.

Dank der effektiven Arbeit in den letzten Jahren sicherte sich die Nationalmannschaft bereits viele Erfolge und erzeugte ein breites Medienecho. Die kongolesische Frauenmannschaft in Sitzvolleyball wurde sogar für die Weltmeisterschaften im Juli 2018 in den Niederlanden nominiert. Auf Grund fehlender finanzieller Ressourcen konnte jedoch nicht daran teilgenommen werden.

 

Das zentrale Projektziel ist die Inklusion von Menschen, insbesondere Kindern und Jugendlichen, mit körperlichen Behinderungen. Durch politische Maßnahmen zur Armutsbekämpfung sowie Einbeziehung der lokalen Bevölkerung soll Diskriminierung verhindert und Selbstermächtigung geschaffen werden.

Wie die Hilfe ankommt, können Sie hier auf französisch nachlesen - und sehen. 

Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie Menschen mit Behinderung in der DR Kongo die Teilhabe an der Gesellschaft.

  • Qualifikationsspiel in Sitzvolleyball zweier Sportvereine

    Qualifikationsspiel in Sitzvolleyball zweier Sportvereine

  • Damenmannschaft im Sitzvolleybal bei einem Finalspiel in Lubumbashi

    Damenmannschaft im Sitzvolleybal bei einem Finalspiel in Lubumbashi

  • 7. Afrikanische Meisterschaften im Sitzvolleyball 2017

    7. Afrikanische Meisterschaften im Sitzvolleyball 2017

  • Foto von einem Goalball-Tournier (ein Ballsport für Menschen mit Sehbehinderung)

    Foto von einem Goalball-Tournier (ein Ballsport für Menschen mit Sehbehinderung)

Dieses Projekt wird gefördert mit Geldern der Europäischen Union und der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit.