Know-How für die Landwirtschaft - Ruanda

Ruanda zählt zu den ärmsten Länder Afrikas, ein Großteil der Bevölkerung ist in der Landwirtschaft tätig und muss in diesem Bereich mit vielfältigen Problemen kämpfen. Die hohe Bevölkerungsdichte Ruandas machen landwirtschaftlich bebaubare Flächen knapp, wodurch viele Menschen keinen Zugang zu Land haben. Zudem sind die Böden ausgelaugt oder erodiert.

Gemeinsam mit der Caritas Ruanda wirkt die Caritas Österreich diesen Problemen entgegen. Es wurden vier Kooperativen von Bauern und Bäuerinnen gegründet bzw. wiederbelebt, denen insgesamt mehr als 1.000 Menschen angehören. Ihnen wird einerseits landwirtschaftliches Know-how vermittelt, z.B. im Bereich Feldvorbereitung und -bewirtschaftung sowie Wassermanagement, andererseits bilden sie eine Plattform, um gemeinsam Lösungen für die lokalen Herausforderungen zu finden. Durch die Bestellung von Experimentierfeldern können sowohl verschiedene Produkte für den Anbau als auch verschiedene Anbaumethoden auf ihre Produktivität hin untersucht werden.

Die Diversifizierung der Landwirtschaft und die Ertragssteigerung durch verbesserte Anbaumethoden führen zu einer erhöhten Ernährungssicherheit der Menschen vor Ort. Durch weitere Beratungen in Bezug auf richtige Lagerung, Verarbeitung und Verkauf der produzierten Materialen gewinnen die Bauern und Bäuerinnen mit Hilfe der Caritas Österreich und der Caritas Ruanda an ökonomischer Unabhängigkeit und Sicherheit.