Wege aus der Armut - Mali

Armut kann viele Gründe haben. Zu wenig Wasser. Zu wenig Anbaumöglichkeiten. Zu wenig Bildung. Ungerechte Wirtschaftstrukturen.
Nur wenn wir alles im Blick haben, können wir auf lange Sicht helfen", verweist Caritas-Direktor Martin Koné aus Bamako darauf, dass nicht nur die Wasserversorgung durch den Bau von Brunnen und Staudämmen sichergestellt wird, sondern auch neue Anbauflächen für Gemüse angelegt bzw. die Bäuerinnen und Bauern in neuen Anbaumethoden geschult werden. Darüber hinaus werden auch selbstverwaltete Getreidespeicher unterstützt. Oft sind die  Bäuerinnen und Bauern gezwungen ihre Ernte schnell zu verkaufen, da sie keine Lagermöglichkeiten haben. Gut situierte Großhändler kaufen zu lächerlich niedrigen Preisen und lagern das Getreide in ihren privaten Speichern, um es später - wenn wenig Getreide am Markt ist - teuer zu verkaufen. Die Errichtung selbstverwalteter - nicht auf Profit ausgerichteter - Getreidespeicher durchbricht diesen Armuts-Teufelskreis.

 

Auf eigene Füße gestellt haben sich die Menschen in der Region Bamako, wenn es um die nachhaltige Nutzung von Holz, Wasser und anderen natürlichen Ressourcen geht. Die Bevölkerung erarbeitet gemeinsam Regeln zur effizienten Nutzung der natürlichen Ressourcen. Eigens dafür gebildete „Umweltbrigaden“ überwachen, ob die Regeln auch eingehalten werden. Um diese Aufgabe erledigen zu können, werden sie mit Fahrrädern ausgestattet. 

 

Bei all diesen Initiativen ist es für Martin Koné wichtig, die Eigeninitiative in den Mittelpunkt zu stellen: "Wir führen nur die Überlegungen und Ideen weiter, die bereits in den Köpfen der Menschen sind. Denn nur wenn sie selbst ihre Entwicklung in die Hand nehmen, dann ist diese sinnvoll, menschenwürdig und nachhaltig. Die Menschen in den Dörfern wissen am besten, was sie brauchen." 

 

Mali - Wege aus der Armut

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