Bildung macht stark!

Im Senegal lebt mehr als die Hälfte der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Die Landbevölkerung leidet besonders häufig unter Not. Arme Kleinbauern und -bäurinnen schicken ihre Kinder daher oft in die Städte. Die Eltern hoffen, dass die Kinder in der Stadt Bildung erhalten und besser versorgt werden als auf dem Land.

In vielen Fällen ist das leider nicht so: Die Kinder sind hauptsächlich auf sich gestellt, landen auf der Straße und müssen betteln, um sich ernähren zu können. Noch dazu sind diese Kinder meist nicht behördlich registriert und besitzen zum Beispiel keine Geburtsurkunde. So haben sie keine Chance in das öffentliche Schulsystem aufgenommen zu werden. Ihr Gesundheitszustand ist meist schlecht, da es für sie keine medizinische Versorgung gibt.

In der senegalesischen Stadt Saint-Louis hat sich die örtliche Caritas bereits 1990 der Straßenkinder angenommen und das Programm „Claire Enfance“ ins Leben gerufen. Gemeinsam mit der Caritas St. Pölten wurde das Projekt „Bildung macht stark“ gestartet. Straßenkinder können seit 2015 eine Grundschule besuchen. Für den Schulbesuch werden die Kinder mit Schulmaterialien und Kleidung versorgt, sie erhalten Essen bei Gastfamilien und medizinische Hilfe.

Sie bekommen eine Geburtsurkunde ausgestellt und sind dann behördlich registriert. Ein Sozialarbeiter von Claire Enfance ist im Projekt eingebunden und arbeitet eng mit den Lehrkräften in den Schulen sowie mit einem Unterstützungslehrer zusammen.