Flüchtlingskrise im Irak

Mehr als zwei Millionen Menschen mussten während des langwierigen mehr als drei Jahre dauernden Konfliktes im Irak ihre Heimat verlassen und in anderen Landesteilen Schutz suchen. Die schweren Kämpfe und damit einhergehende großflächige Zerstörung von Infrastruktur, instabile Lebensbedingungen und fehlende Möglichkeiten, ein Einkommen zu erwirtschaften, haben dazu geführt, dass 8,7 Millionen IrakerInnen auf humanitäre Hilfe angewiesen sind.

 

Mehr als drei Jahre lang trieben die extremistischen Kämpfer des „Islamischen Staates“ (IS) ihr Unwesen im Irak. Auch wenn sie mittlerweile größtenteils von den irakischen Streitkräften vertrieben und entmachtet wurden und nur noch in den an Syrien grenzenden Territorien gekämpft wird, haben die Gräueltaten und terroristischen Gewaltakte des IS tiefe Spuren bei der Bevölkerung hinterlassen.

 

Gefechte rund um Mosul

Allein die Gefechte um die einstige Wirtschaftsmetropole Mosul haben mehr als eine Million Menschen in die Flucht getrieben. Schätzungen zufolge wird allein die Wiederherstellung der Infrastruktur Mosuls über eine Milliarde US-Dollar kosten - dazu gehören der Wiederaufbau der Wasserversorgung, des elektrischen Netzes und des Kanalisationsnetzes sowie der Aufbau und die Wiedereröffnung von Schulen und Krankenhäusern.

 

Gefahr vor Minen und Sprengkörpern

Ein schwerwiegendes Problem, welches nicht nur Mosul sondern alle Gebiete des Irak betrifft, die zwischen dem IS und der irakischen Regierung umkämpft waren, ist die großflächige Verseuchung weiter Landesteile mit Minen und nicht explodierten Sprengkörpern. RückkeherInnen sind sich der von Minen und vom IS installierten Sprengfallen ausgehenden Gefahr oftmals nicht bewusst und derzeit gibt es nicht genügend Gerätschaften und Personal im Land, um diese zu entschärfen.

 

Über die physischen Verletzungen hinausgehend werden tausende Menschen, vor allem Kinder, längerfristige psychologische Betreuung benötigen, um die erlittenen Kriegstraumata zu verarbeiten.

 

 

So hilft die Caritas

Seit Ausbruch der Krise im Irak 2014 hat die Caritas rund 380.000 Euro für Nothilfeprojekte für inlandsvertriebene IrakerInnen zur Verfügung gestellt. Der Großteil davon kam von Gewalt und Verfolgung betroffenen Binnenflüchtlingen in der Autonomen Region Kurdistan zugute, darunter auch Minderheiten wie Christen und Jessiden. Ein spezieller Fokus lag neben Nothilfemaßnahmen wie der Verteilung von Lebensmitteln und Hygieneartikel auch auf der psychosozialen Betreuung von traumatisierten Kindern und Erwachsenen und Bildung.

Jede Spende hilft!

Hilfsprojekte im Irak

Bildung und Betreuung für irakische Flüchtlingskinder - Irak

Bildung, psychosoziale Betreuung und Unterstützung bei der Schaffung neuer Lebensgrundlagen für Kinder und deren Eltern, die innerhalb des Irak vor der Terrormiliz IS und der Rückeroberung von Gebieten geflüchtet sind.

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