Suppe gegen den Hunger - Weißrussland

Ein Bub löffelt Suppe.

Foto: KKonsek

Dank der Hilfe der Caritas bekommen in Grodno 220 Kinder in den Schulausspeisungen täglich eine warme Mahlzeit. Für viele Eltern, die nicht genug Geld verdienen um ihre Kinder und sich selbst gut zu versorgen, ist diese Unterstützung überlebensnotwendig.

Die 8-jährige Valentina lebt mit ihrer Mutter am Stadtrand von Grodno in einer kleinen Plattenbauwohnung, die ihnen vom Sozialamt zugewiesen wurde. Die Wohnräume sind feucht und im Winter wird es eiskalt, da die Heizung oft ausfällt. Valentina und ihre Mutter sind auf sich allein gestellt, weil der Vater die beiden verlassen hat, als Valentina noch ein Baby war. Die alleinerziehende Mutter bekommt keine Alimente. Sie versucht, mit Gelegenheitsjobs über die Runden zu kommen. Ein geregeltes Einkommen hat sie nicht, denn die Fabrik, in der sie zeitweise aushilft, kann die Mutter nicht fix anstellen.

„Das Geld ist immer knapp und reicht selten bis zum Ende des Monats“, erzählt Valentinas Mutter. Oft bekommt Valentina vor dem Schlafengehen daher nur mehr ein Stück Brot. „Wenn ich am Abend manchmal vor Hunger nicht einschlafen kann, höre ich meine Mutter weinen. Ich weiß, dass sie sich Sorgen macht, weil wir so arm sind“, erzählt sie.

Dank der Hilfe der Caritas bekommt Valentina jetzt in der Schule ihr warmes Mittagessen. Die Caritas bezahlt den Essensbeitrag für die Kinder aus den ärmsten Familien und so können sie sich einmal am Tag satt essen und haben dann genug Kraft zum Lernen.

Auch die LehrerInnen freuen sich über diese Unterstützung, denn normalerweise haben sie kein Geld, um für die bedürftigen Kinder regelmäßig Essen zu organisieren. Seitdem es in den Schulen täglich eine warme Mahlzeit gibt, merken sie, dass sich die Kinder im Unterricht besser konzentrieren können. Bei einigen haben sich auch die körperliche Verfassung und die Leistungsfähigkeit verbessert.

Olga, die Klassenlehrerin von Valentina, ist über die Hilfe der Caritas sehr dankbar. „Früher sind die Kinder im Unterricht manchmal sogar ohnmächtig geworden vor lauter Hunger. Gott sei dank ist das jetzt vorbei!“

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