Nahrung für Babys und Kleinkinder - Südsudan

Drei Kinder essen aus einer Schüssel.

Foto: Caritas

Reis, Linsen, Bohnen und Gemüse ermöglichen Babys und Kleinkindern eine gesunde Entwicklung.

Nach wie vor ist die Ernährungssituation im jüngsten Staat der Welt, dem Südsudan, sehr angespannt. Ein großer Teil der Menschen findet durch eigene Erwerbsarbeit nicht das Auslangen, das es ihnen ermöglichen würde, für die eigene Familie zu sorgen.

Erfolgreiches Rezept gegen Unterernährung

Ein seit langem erfolgreich erprobtes Rezept gegen Unterernährung von Kindern wird nun auch im Südsudan umgesetzt: ein Ernährungszentrum für Babys und Kleinkinder bis fünf Jahre. Die enorm hohen Lebensmittelkosten im Südsudan (teilweise höher als in Österreich!) bei einem durchschnittlichen Einkommen von € 80,- machen es vielen Eltern unmöglich, ihre Kinder mit der notwendigen Nahrung für ein gesundes Aufwachsen zu versorgen.

Nahrhaftes Essen - 3x wöchentlich

Dreimal wöchentlich erhalten kleine Kinder nahrhaftes Essen wie Linsen, Bohnen, Reis und Gemüse - und seit neuestem ein Ei aus eigener Produktion. Damit kann den schlimmsten Mangelerkrankungen vorgebeugt werden, die ansonsten bis zu irreparablen Hirnschädigungen führen können. Derzeit sind rund 300 Kinder registriert, die laufenden Kosten trägt die Caritas der Diözese Graz-Seckau.

So kommt beispielsweise auch der 4jährige Nelson Tombe LAKO in den Genuss dieser Ausspeisung. Bis vor drei Jahren wohnte die gesamte Familie in einem Flüchtlingscamp in Khartum/Sudan, dann kehrten sie voller Hoffnung in den Süden zurück. Die Familie ist glücklich, wieder zurück in ihrer Heimat zu sein, doch unerwartet viele Herausforderungen müssen noch bewältigt werden. Nelsons Vater war bei der Militärpolizei in Khartum, in Juba hat er jedoch bislang keine Beschäftigung gefunden. Nelsons Lieblingsspeise ist Linsen mit Reis. Er kommt gern ins Ernährungszentrum Lologo, weil er hier zu essen bekommt. Auch seine kleine Schwester und sein Bruder kommen oft mit ihm gemeinsam ins Zentrum.