Apotheken im Amazonas - Peru

Etwa 64% von Peru gehören zum Amazonastiefland. Viele Ortschaften können nur über Wasserwege erreicht werden. In der ganzen Provinz Requena, die fast so groß ist wie Österreich, gibt es keine SpezialistInnen, weder KinderärztIn, AugenärztIn, noch eine/n Gynäkologin/en. Selbst in der gleichnamigen Provinzhauptstadt funktioniert das Spital nur leidlich. Apparate sind oft kaputt, Medikamente schwer zu bekommen. 

PatientInnen von Requena müssen für eine Grundversorgung erst eine 12-stündige Bootsfahrt in die nächste größere Stadt auf sich nehmen.Noch schlimmer sieht die Situation für die Bewohner der Flussläufe aus, die sich für eine ärztliche Versorgung oft auf eine tagelange Reise begeben müssen. Von einer halbwegs akzeptablen Notversorgung kann nicht einmal ansatzweise die Rede sein. Dazu kommt, dass sich nur die wenigsten die Krankenversicherung leisten können.

Die Caritas unterstützt den Aufbau von kleinen Gemeinschaftsapotheken entlang der Flussläufe in der Provinz Requena. Pro Apotheke werden zwei GesundheitshelferInnen und eine Hebamme ausgebildet. Durch den Verkauf von Medikamenten zu leistbaren Preisen, sollen sich die Apotheken selber erhalten. Derzeit gibt es 160 KrankenhelferInnen, die die Grundausbildung abgeschlossen haben und in fortführenden Schulungen, z. B. das richtige Nähen von Schnittwunden erlernt haben. In der Stadt Requena wurde in Zusammenarbeit mit Geldern der Österreichischen Entwicklungshilfe (ADA) eine Klinik erbaut, die derzeit noch vollständig eingerichtet wird. Eine Zahnarztpraxis, in der bereits eine Ärztin praktiziert, hat die Caritas Österreich finanziert. In Requena unterstützt die Caritas im Rahmen eines Gesundheitsprogramms auch ein Ernährungsprogramm für unterernährte Kinder.

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