Das Nötigste für armutsbetroffene, (geflüchtete) Familien - Jordanien

Der bereits seit mehr als sechs Jahren andauernde Krieg in Syrien hat die größte Flüchtlingskrise seit dem zweiten Weltkrieg ausgelöst: 657.000 syrische Flüchtlinge sowie etwa 62.000 Flüchtlinge aus dem krisengeplagten Irak haben in Jordanien Schutz gefunden. Die Caritas unterstützt in Armut lebende Flüchtlinge, aber auch am Rande der Gesellschaft lebende jordanische Familien mit essentiellen Hilfestellungen. 

 

In Jordanien ist nur ein kleiner Teil der syrischen und irakischen Flüchtlinge in offiziellen Camps untergebracht, der Großteil der Menschen lebt in zumeist ärmlichen und inadäquaten Unterkünften inmitten der jordanischen Gastgemeinschaft. Die Lebensbedingungen im Nachbarland sind hart: Die Ersparnisse sind nach Jahren des Exils aufgebraucht und es gibt kaum Möglichkeiten, ein regelmäßiges Einkommen zu erwirtschaften.

 

Viele Familien in der Schuldenfalle

Daher geraten viele Familien in die Schuldenfalle oder müssen zu anderen negativen Strategien greifen, um ihre Rechnungen bezahlen zu können: Mahlzeiten zu streichen, Kinder aus der Schule zu nehmen oder sie früh zu verheiraten, und gesundheitsschädliche und/oder illegale Jobs anzunehmen sind oft die letzten Auswege der Menschen, um ihr Überleben zu sichern.

 

Lebensmitteln und Wohnen werden unbezahlbar

Doch auch arme jordanische Familien leiden unter den Konsequenzen des Syrien-Krieges: Die Preise für Mieten und Nahrungsmittel sind in die Höhe geschnellt und sie müssen mit syrischen Flüchtlingen, die meist viel weniger bezahlt bekommen, um Arbeitsmöglichkeiten konkurrieren.

In Zusammenarbeit mit dem lokalen Partner Caritas Jordanien und mit finanzieller Beteiligung von Nachbar in Not unterstützt Caritas Österreich 200 Familien (das entspricht etwa 1.000 Personen) dabei, ihre grundlegenden Bedürfnisse erfüllen zu können.

Dabei sind etwa die Hälfte der Begünstigten syrische Flüchtlinge, 20% sind irakische Flüchtlinge, der Rest sind sozial benachteiligte jordanische Familien.

 

So helfen wir

Die Familien erhalten über einen Zeitraum von zehn Monaten hinweg zweimonatlich Geldüberweisungen in Höhe von je 140 JOD – das entspricht etwa 180 €. Insgesamt erhalten die Familien also 5 x 140 JOD pro Familie, die sie entsprechend ihrer eigenen Bedürfnisse als Mietzuschüsse oder zur Finanzierung andere Basisgüter wie beispielsweise Kleidung, Hygieneartikel oder Haushaltsartikel verwenden können.

Mit Ihrer Spende von 90 € unterstützen Sie eine syrische Flüchtlingsfamilie in Jordanien einen Monat lang dabei, ihre Miete zu bezahlen oder dringend benötigte Basisgüter zu finanzieren.

Dieses Projekt wird ko-finanziert von Nachbar in Not.