Reintegrationsmaßnahmen für Rückkehrer/innen in den Kosovo

Das Leben im Kosovo ist nicht einfach. Die Arbeitslosigkeit ist sehr hoch, sowie die Unzufriedenheit und Aussichtslosigkeit. Die Hoffnung der Menschen, die nach der Unabhängigkeit des Landes 2008 sehr groß war, ist inzwischen verschwindend gering. Deshalb verlassen viele Menschen das Land, wenn sie können. Im letzten Jahr hat sich ein neuer Weg durch Serbien über Ungarn aufgetan (der inzwischen längst geschlossen ist), und man spricht von bis zu 50.000 Personen, die so vor allem nach Österreich und Deutschland gekommen sind. Die meisten von ihnen müssen aber wieder zurückkehren, da sie keine Chance auf Asyl haben. Die aktuelle Flüchtlingssituation verschärft ihre Lage. 

 

Wenn die Menschen zurück in den Kosovo gehen (müssen), dann sind sie meist in einer noch schlechteren Lage als vorher. Die meisten von ihnen haben viel Geld ausgegeben, um sich die Reise zu leisten. Deshalb bietet die Caritas gemeinsam mit ihrer Partnerorganisation „Mother Teresa Society“ Unterstützungsleistungen für insgesamt 120 Familien an. Diese umfasst neben einer ersten Versorgung mit dem Nötigsten auch eine langfristig orientierte Komponente mit dem Ziel der ökonomischen Reintegration. Durch gezielte Beratung und gemeinsames Erarbeiten eines Zukunftsplanes bekommen die Familien wieder eine Perspektive. Je nach Talenten und Möglichkeiten werden sie unterstützt im Aufbau von eigenen Tätigkeiten sowie Bienenzucht und Gemüseanbau, oder werden weitergebildet um ihre Chancen am Arbeitsmarkt zu erhöhen. 

 

Dieses Projekt der Caritas Tirol, Wien  und Graz läuft von Ende 2015 bis Ende 2017 und  wird von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit gefördert. 

Gefördert durch:

 

Kosovo - Reintegrationsmaßnahmen für Rückkehrer/innen

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