Lernen auf der Flucht - Libanon, Jordanien

Seit sechs Jahren wird Syrien vom Krieg beherrscht. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung musste aufgrund konstanter Konflikte und Gewalt ihr Zuhause verlassen. Die Krise in Syrien führte zur größten Flüchtlingsbewegung des 21. Jahrhunderts: Beinahe 5 Millionen Menschen sind bereits in Nachbarländer wie Jordanien, den Libanon oder die Türkei geflüchtet. Besonders dramatisch ist die Situation für Kinder: Rund die Hälfte der Geflüchteten, mehr als 2,5 Millionen, sind Kinder.

 

Die Gefahr einer sogenannten "verlorenen Generation", geprägt durch Krieg und Flucht, wird durch den lang anhaltenden Konflikt zunehmend wahrscheinlicher. Rund 740.000 syrische Flüchtlingskinder in den Nachbarländern besuchen derzeit keine Schule. Eine gute Ausbildung ist jedoch von Nöten, um Kindern und Familien wieder Zukunftsperspektiven zu geben. Zusätzlich müssen Kinder Erlebnisse von Flucht, Krieg und Gewalt aufarbeiten und wieder ein Gefühl von Sicherheit entwickeln.

 

Gemeinsam mit den Partnerorganisationen Caritas Libanon und der Caritas Jordanien setzt die Caritas Österreich mit einem ganzheitlichen regionalen Bildungsprogramm auf neue Handlungsansätze: Kinder werden in ihrer Gesamtheit erfasst und betreut: Ganzheitlich bedeutet nicht nur Zugang zu Bildung zu schaffen, sondern vor allem auch darauf zu achten, dass Kinder auch in der Lage sind, dem Unterricht mental und emotional zu folgen. Psychosoziale Betreuung und Freizeitaktivitäten sind dabei ebenso wichtig wie die Stärkung des sozialen Zusammenhaltes zwischen Flüchtlingen und Gastgesellschaft. Auch die gezielte Involvierung und Unterstützung von Eltern ist wesentlich für das Wohlbefinden der Kinder. Durch Weiterbildungsprogramme, wie beispielsweise Alphabetisierungskurse, sollen Eltern befähigt werden, ihre Kinder besser zu unterstützen. Mit dem Drei-Jahres-Programm werden so insgesamt mehr als 9.000 Menschen unterstützt.

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