Förderung für junge Menschen mit Behinderung, Tageszentrum Hl. Augustin - Rumänien

Menschen mit Behinderung und ihre Familien, die in Rumänien leben, haben es besonders schwer. Im zweitärmsten Land der EU gibt es immer noch viel zu wenig Einrichtungen und staatliche Hilfe, um die Betroffenen zu fördern und zu unterstützen. Sie sind deshalb besonders von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht.

Die 18-jährige Irma ist infolge von Komplikationen während der Geburt geistig behindert. „Wir mussten uns von den Behörden jahrelang anhören, dass es für unsere Tochter keine Hilfe gibt“, erzählt Irmas‘ Mutter Gabriela. „Und dass Irma sich wegen ihrer Behinderung sowieso nicht weiter entwickeln kann“, fährt die 47-jährige mit Tränen in den Augen fort. Sie, ihr Ehemann, die Großeltern und die beiden älteren Brüder gaben Irma ein liebevolles Zuhause.

Die MitarbeiterInnen der 2002 gegründeten Caritas-Behindertenberatungsstelle vermittelten Irma schließlich im Alter von sechs Jahren in eine der beiden Behindertenklassen, die es in Miercurea Cuic – eine Stadt mit 42.000 Einwohnern im Osten Siebenbürgens – gibt. Seit Irma 16 ist und die Schule abgeschlossen hat, besucht sie nun jeden Tag das Caritas-Zentrum St. Augustin für junge Erwachsene, die mit einer Behinderung leben. Drei Behindertenpädagoginnen betreuen dort 24 junge Menschen.

Sie erlernen dort Selbstständigkeit, z.B. die persönliche Hygiene, einkaufen zu gehen oder Tätigkeiten im Haushalt zu erledigen. Heilgymnastik, Massagen, Musik- und Maltherapie unterstützen das körperliche und geistige Wohlbefinden der jungen Menschen. Geburtstage und die Feste im Jahreskreis werden gemeinsam gefeiert und es gibt Vortrags- und Beratungsangebote für Eltern. „Die Hilfe der Caritas für unsere Irma ist unbezahlbar! Alleine hätten wir es nie geschafft, sie so zu fördern!“ sagt Gabriela. „Wenn Irma jetzt z.B. ein paar Stunden alleine zuhause ist, klappt das problemlos, sie kommt gut zurecht.“

125 Euro kostet ein Betreuungsplatz pro Monat im Tageszentrum Hl. Augustin

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