Unterstützung beim Aufbau der lokalen Zivilgesellschaft - Myanmar

Seit 2010 befindet sich Myanmar in einem Öffnungs- und Demokratisierungsprozess, der die 54 Jahre andauernde Militärdiktatur beenden soll. Die Zivilgesellschaft konnte sich in dieser Zeit nur begrenzt formieren und war starken Einschränkungen unterworfen, die Bevölkerung hat nur wenig Information über ihre eigenen Rechte.

Durch den Prozess der demokratischen Öffnung gibt es nun die Möglichkeit für lokale Organisationen, offen ihre Anliegen zu vertreten und mit den Menschen Aktivitäten im Bereich Bildung, Anwaltschaft und Entwicklung durchzuführen.

Diese lokalen zivilgesellschaftlichen Organisationen sehen daher die Notwendigkeit, ihre Kapazitäten zu verbessern um die Eigenständigkeit der Zivilgesellschaft zu stärken, die Bevölkerung zu ermächtigen und zu vernetzen.

Das Hauptziel des Projektes ist es, Menschen in den ethnischen Gebieten zu erreichen, um aktive und demokratische Gesellschaften in diesen strukturschwachen Regionen Myanmars aufzubauen. Ermöglicht werden soll das durch die Einbeziehung der ansässigen zivilgesellschaftlichen Organisationen in Staatsangelegenheiten und Unterstützung der Organisationen beim Ausbau ihrer Strukturen und Fähigkeiten. Dadurch sollen starke, selbstständige zivilgesellschaftlichen Organisationen geschaffen werden, die die Möglichkeit bekommen sollen, sich untereinander auszutauschen und eigene Projekte zu entwickeln.

In diesem Projekt sind es 25 zivilgesellschaftliche Organisationen in drei ethnischen Gebieten – Kachin, Kayah und Shan - denen dies in verschiedensten Bereichen ermöglicht werden soll. Die Fortbildungen werden fast zur Gänze durch schon etablierte und erfahrene burmesische Organisationen durchgeführt und soll bis zu 80.000 Menschen erreichen. Inhaltliche Ziele der Arbeit sind neben Organisationsentwicklung, Projekt- und Finanzmanagement die Themen Ernährungssicherheit, der nachhaltigere Umgang mit natürlichen Ressourcen, Ausbildungsmöglichkeiten und die Beteiligung von benachteiligten Bevölkerungsgruppen (besonders von Frauen) in den Minderheitengebieten Myanmars.

Dieses Projekt wird mit Mitteln der Austrian Development Agency und der Europäischen Union finanziert.