Gesundheit, Gemeinschaftsresilienz und starke Lebensgrundlagen

Das Projekt Strengthening Health, Community Resilience and Livelihoods in Donetsk and Luhansk oblasts in den vom Konflikt betroffenen Gebieten verbindet humanitäre Hilfe mit der Stärkung lokaler Kapazitäten, um langfristig und nachhaltig Perspektiven zu schaffen.

 Seit Mitte November 2020 leistet die Caritas im Rahmen eines 18 Monate langen Projekts einen Beitrag zum Schutz vom Ukraine-Konflikt betroffener Menschen. Ziel ist es, lebensrettende humanitäre Hilfe zu leisten und gleichzeitig Resilienz und Lebensgrundlagen nachhaltig zu stärken. Finanziert wird dieses Projekt durch Mittel aus dem Auslandskatastrophenfonds der Regierung und durch Spenden. Lokale Partner in diesem Projekt in der Ostukraine sind die Caritas Ukraine, die Caritas Donezk, die Caritas Saporischja und die Hilfsorganisation Miloserdija Lugansk. 

In seinem achten Jahr hat der bewaffnete Konflikt in den Gebieten Donetsk und Luhansk in der Ostukraine weiterhin verheerende Auswirkungen auf die Menschen. Die Covid-19-Pandemie hat den humanitären Bedarf weiter verschärft, insbesondere für Menschen in entlegenen Gebieten entlang der sogenannten Kontaktlinie. Diese trennt die von der ukrainischen Regierung kontrollierten Gebiete (GCA) von den nicht-regierungskontrollierten Gebieten (NGCA). Besonders betroffen sind ältere Menschen, die aufgrund quarantänebedingter Einschränkungen den Zugang zu humanitärer Hilfe und Sozialleistungen verloren haben und durch steigende Preise nicht mehr in der Lage sind, ihre Grundbedürfnisse zu decken. Aufgrund der langanhaltenden Krise in der Ukraine sowie die vielfältigen Bedürfnisse der Menschen vor Ort verfolgt die Caritas sektorübergreifende Lösungsansätze. Diese verbinden die Linderung unmittelbarer Grundbedürfnisse mit Maßnahmen zur Stärkung der Resilienz und des Wiederaufbaus auf Gemeinde- und Gemeinschaftsebene. 

In nicht-regierungskontrollierten Gebieten entlang der Kontaktlinie erhalten schutzbedürftige Haushalte, insbesondere von Frauen geführte Haushalte und Haushalte mit älteren Menschen, im Rahmen des Projekts Winterhilfe mittels Heizmaterialien und Hygieneartikel. An insgesamt sechs Standorten entlang der Kontaktlinie in regierungskontrollierten Gebieten werden gefährdete ältere Menschen mit besonderen Bedürfnissen von in der Basispflege ausgebildeten PersonenbetreuerInnen gepflegt, erhalten Hygieneartikel und Hilfe im Haushalt. Zusätzlich wird psychosoziale Hilfe angeboten, um die psychischen Belastungen des anhaltenden Konflikts besser bewältigen zu können und um Bewusstsein über Covid-19-Ansteckungsgefahren und Schutzmaßnahmen zu schaffen. Durch Programme zur Förderung der Gemeinschaftsinitiativen und Nachbarschaftshilfe sollen zudem Zusammenhalt, Solidarität und Gemeinschaftsresilienz gestärkt werden. Zur Verbesserung und zum Wiederaufbau der Lebensgrundlagen vor Ort werden interessierte TeilnehmerInnen, insbesondere Frauen, unternehmerisch geschult und qualifizierte Ideen zur Einkommensbildung mit einer Förderung unterstützt.  Nicht zuletzt bilden sich MitarbeiterInnen der Caritas-Partnerorganisationen vor Ort hinsichtlich Schutzprinzipien, Gender Mainstreaming und Gemeinschaftsentwicklung weiter. 

Unser Fördergeber

Die Gesamtkosten des Projekts in Höhe von 775.000 Euro werden in Kooperation mit der Austrian Development Agency (ADA) mit Mitteln aus den Auslandskatastrophenfonds (500.000 Euro) und durch Spenden (275.000 Euro) finanziert. 

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