Liebe und Geborgenheit - Rumänien

25 Jahre liegt die kommunistische Diktatur bereits zurück, doch die Armut, die besonders die Kinder und die Alten betrifft, ist meist geblieben. In Rumänien lebt jedes zweite Kind in Armut. Seit Ende der totalitären Systeme 1989 hat sich zwar viel zugunsten der Kinder gebessert. Aber noch immer sind viele Kinder in Gefahr, vergessen zu werden. Man nennt sie die „unsichtbaren Kinder“. Das sind Sozialwaisen - Kinder - die von ihren Eltern zurückgelassen wurden.

Von der Straße geholt
Vom Einmaleins hat sie noch keine Ahnung, aber schimpfen kann der kleine Spatz wie eine ganz Große. Es ist die Sprache der Straße, die Andreea gelernt hat. Gemeinsam mit der Mutter und ihren zwei Schwestern sind sie vor dem rabiaten Vater nach Temesvar, in die Stadt, geflohen. Da war aber keiner, der sie aufgenommen hätte. Sie wussten nicht wohin und landeten zum Schlafen unter der Brücke. In der Hoffnung auf Essen lungerten sie tagsüber auf den Parkplätzen der Einkaufszentren herum. Ihre Mutter wollte sie vor den Schlägen des Vaters beschützen, aber ohne Ausbildung, ohne Job, ohne Zukunft: wie sollte sie da für ihre Kinder sorgen?

Ein neues Leben im Caritas Waisenhaus

Seit Oktober sind auch die drei kleinen Mädchen „Kinder von Wetschehaus“. Es sind Kinder, die schon viel zu viel erlebt haben. Die eine zweite und dritte Chance vom Leben brauchen. Mit Ihrer Hilfe bekommen die Kinder hier im Caritas Waisenhaus in Wetschehaus all das, was sie so lange missen mussten: ein Dach über dem Kopf, ein gesundes Essen, eine Chance auf Bildung und eine liebevolle Betreuung.