Ein afrikanischer Bub hält einen Wasserbeutel.

Hunger-Nothilfe für Afrika

Millionen Menschen in der Sahelzone, im Südsudan und Äthiopien sind aktuell vom Hunger-Tod bedroht. Wegsehen ist keine Option. Wir müssen jetzt dringend helfen!

 

Was der Hunger in Afrika derzeit auslöst

  • 20 Millionen Menschen in Äthiopien, Kenia, Somalia und Südsudan sind auf Lebensmittelhilfen angewiesen.
  • Über 5 Millionen Menschen im Südsudan benötigen humanitäre Unterstützung, davon sind 100.000 vom Hungertod bedroht.
  • 600.000 Kinder sind unterernährt.
  • 4,4 Millionen sind Vertriebene.
  • 15 Millionen Menschen in Kenia, Äthiopien und Somalia benötigen sauberes Trinkwasser.
  • 6 Millionen Kinder gehen aufgrund der Dürre nicht zur Schule.

 

In einer Welt, die mehr als genügend Nahrung für alle produziert, sollte niemand mehr hungern. Bitte helfen Sie uns:

Mit 16€ können wir eine sechsköpfige Familie eine Woche lang mit Lebensmitteln versorgen.

  • Abgemagerte ältere Frau vor ihrem Zelt

    Besonders vom Hunger betroffen sind ältere Menschen ... © Jork Weismann

  • Kinder vor einem Zelt

    ... und Kinder. Wie hier in der Region Marsabit in Kenia. © Jork Weismann

  • Totes Kamel in der Wüste

    "Wenn die Kamele sterben, sterben auch die Menschen", erzählt Caritas-Helferin Miriam Ebner. © Jork Weismann

  • Caritas-Helferin übergibt Essenspaket an afrikanische Familie.

    Jetzt Lebensmittelpaket spenden! © Jork Weismann

  • Abgemagerte ältere Frau vor ihrem Zelt
  • Kinder vor einem Zelt
  • Totes Kamel in der Wüste
  • Caritas-Helferin übergibt Essenspaket an afrikanische Familie.

Hungersnot ausgelöst durch Dürre und Bürgerkriege

Weiterhin ist keine Besserung der Lage rund um den Hunger in Ostafrika abzusehen. Der Frühling hat viel zu wenig Niederschläge gebracht und auch die Konflikte in der Region nehmen kein Ende. Vielen Menschen droht der Hungertot – die im Südsudan ausgerufene Hungersnot ist weiterhin aufrecht. Durch die Dürren der letzten Jahre konnte sich die landwirtschaftliche Produktion nie zur Gänze erholen und Konflikte, wie jener im Südsudan, hindern die Menschen daran, ihre Flächen zu bewirtschaften. 

 

Langfristige Auswirkungen der Hungersnot – Kinder leiden an Unterernährung

Es ist zu erwarten, dass die derzeitige Hunger-Situation langfristige, negative Auswirkungen auf den landwirtschaftlichen Sektor und somit auf die Entwicklung der gesamten Region haben wird. Am stärksten betroffen sind die Schwächsten der Gesellschaft. Gerade Kinder und ältere Menschen leiden unter den katastrophalen Bedingungen. Wird nicht schnell gehandelt, werden viele Kinder sterben oder zumindest mit, durch die Unterernährung ausgelösten, Folgeschäden zu kämpfen haben.

Pate werden und Menschen vor dem Hungertod retten

In den nächsten Monaten sind Millionen von Menschen gefährdet, einen grausamen Hungertod zu sterben. Mit Ihrem monatlichen Beitrag von 10 Euro versorgen Sie einen Menschen mit Lebensmitteln und helfen ihm zu überleben:

So helfen wir hungernden Menschen in Afrika

Caritas-Helfer verteilen Nahrung für hungernde Menschen

Caritas-Helferin Miriam Ebner bei einer Verteilung von Lebensmitteln im Norden Kenias, in Marsabit.

Hungerhilfe für 240.000 Menschen – für eine Zukunft ohne Hunger

Um in der aktuellen Katastrophensituation rasch helfen zu können, stellt die Caritas Österreich zusätzliche 400.000 Euro für die Hunger-Hilfe zur Verfügung. Die Caritas unterstützt derzeit rund 50 Projekte für eine Zukunft ohne Hunger. Mit Maßnahmen zu verbesserten Anbaumethoden, sowie Schulungen zu Kompostierung, Düngung, Lagerung und Vermarktung der Ernte und durch die Verteilung von Saatgut, landwirtschaftlichen Geräten und Nutztieren unterstützt die Caritas dabei insgesamt 240.000 Menschen oder 40.000 Familien in Not in den am stärksten von Hunger betroffenen Ländern der Welt. 

Die Caritas Österreich konzentriert sich in der humanitären Hilfe auf Äthiopien, Südsudan und Kenia, sowie Uganda. Das internationale Caritasnetzwerk ist aber auch in Somalia, Jemen und Burundi aktiv.

Südsudan: Überlebenshilfe für Kleinkinder und Flüchtlingsfamilien

Im jüngsten Staat der Welt kämpfen die Menschen seit mittlerweile drei Jahren ums Überleben: Zehntausende Menschen wurden bisher im Bürgerkrieg getötet, zwei Millionen sind geflohen. Knapp fünf Millionen Menschen haben im gesamten Land mit Ernährungsunsicherheit zu kämpfen, es wird befürchtet, dass diese Zahl weiter ansteigt. Im Ernährungszentrum in Juba zum Beispiel erhalten 600 Kleinkinder nahrhafte Mahlzeiten aus Linsen, Reis, Bohnen und Gemüse, um der Mangelernährung entgegenzuwirken. Um den Hunger langfristig zu besiegen verteilen wir Saatgut und bieten landwirtschaftliche Kurse für Kleinbauern.

Mehr zur Hunger-Nothilfe im Südsudan

Äthiopien: Nahrungsmittelhilfe für Mütter und Kinder

Äthiopien hat im Sommer 2016 die schlimmste Dürre seit 30 Jahren erlebt. Zwei Jahre hat es sehr wenig oder fast gar nicht geregnet. Knapp sechs Millionen Menschen benötigen Nahrungsmittelunterstützung, im Süden des Landes haben neun Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Caritas-HelferInnen verteilen vor Ort Nahrungsmittel, um in der prekären Situation zu helfen. Insgesamt werden in den Nothilfeprogrammen in Äthiopien 45.000 Menschen mit Nahrungsmitteln, Saatgut und Kleinvieh unterstützt.

Die Caritas Österreich unterstützt mit insgesamt 150.000 Euro den Zugang zu Nahrungsmittel sowie Feeding centers für Nutzvieh für fast 3.000 Menschen und deren Tiere.

Mehr zur Hunger-Nothilfe in Äthiopien

Kenia: Starke Dürre in der Region Marsabit

Aufgrund der extrem schwachen Niederschläge während der letzten zwei Regenzeiten kommt es im Norden Kenias zu einer starken Dürre, die bereits Todesopfer gefordert und unzähligen Tieren das Leben gekostet hat. Vor allem Ältere und Kinder sind vom Hunger betroffen. In den Regionen Marsabit, Mandera und Trukana ist jedes dritte Kind unterernährt.

Die Caritas Österreich hat als erste Maßnahme 100.000 € für Nahrungsmittel für die am meisten Betroffenen zur Verfügung gestellt. Damit werden mindestens 26.000 Menschen mit Nahrungsmittelpaketen erreicht.

Mehr zur Hunger-Nothilfe in Kenia

Somalia: Hungersnot zeichnet sich ab

Somalia steht kurz vor einer Hungersnot. 6,2 Millionen Menschen, mehr als die Hälfte der Bevölkerung, sind auf Humanitäre Hilfe angewiesen. 3 Millionen benötigen dringend Nahrungsmittel, 10.000 Kinder sind aktuell vom Hungertod bedroht. Schon im Jahre 2011 verhungerten über 250.000 Menschen.

Das Land befindet sich in einer extrem schwierigen Situation, da es sich bereits jahrzehntelang in einem Bürgerkrieg befindet. Die islamistische Terrormiliz Al-Shabaab kontrolliert Gebiete im Süden und im Zentrum des Landes. Dies erschwert die Versorgung der notleidenden Menschen.

Die Unterernährung bei Kindern ist global gesehen zwar zurückgegangen, doch in Westafrika steigt sie drastisch an

Über 19 Millionen Kinder sind in der Sahel-Zone zu klein für ihr Alter, das sind rund 4 Millionen mehr als zur Millenniumswende. In Burkina Faso ist jedes 10. Kind akut unterernährt und hat ein viel zu geringes Gewicht. Das Land und die Region sind von immer wiederkehrenden Dürrekrisen geplagt. Hauptgründe für die akute Unterernährung so vieler Kinder sind nicht ausreichende Ernährung, fehlendes sauberes Trinkwasser, eine selbst mangelernährte Mutter und fehlende Gesundheitsversorgung.