Ein afrikanisches Kind mit einem Teller

Hungersnot im Südsudan

Seit 3 Jahren plagt die Menschen im Südsudan ein unvorstellbarer Konflikt, ein Bürgerkrieg. Nun droht im Bundesstaat Unity State etwa 100.000 Menschen der Hungertod. In diesem Teil des Landes ist es aufgrund von Kämpfen für humanitäre Organisationen kaum möglich, Hilfe zu leisten – Unity gilt als „No-Go-Area“.

1,89 Millionen wurden innerhalb des Landes vertrieben, dazu gibt es 1,5 Millionen Flüchtlinge. Durch den Krieg ist die Nahrungsmittelproduktion zusammengebrochen. Die von der UNO am Montag, den 20. Februar, ausgerufene Hungersnot ist weiterhin aktuell. 5,8 Millionen Menschen – das sind über 40% der Bevölkerung – benötigen dringend Hungerhilfe, 250.000 Kinder sind unterernährt und über eine Million Kinder sind von Mangelernährung betroffen.

Hungersnot bedingt durch Krieg

Flüchtlinge in einem Lager

Viele Menschen fliehen vor dem Konflikt und suchen in Nachbarländern Schutz. Seit Juli 2016 sind mehr Menschen aus dem Südsudan geflohen, als Menschen aus Syrien im gesamten Jahr 2016. Alleine in Uganda befinden sich 757.489 südsudanesische Flüchtlinge. Das Dorf Bidibidi ist mit 250.000 Flüchtlingen das zweitgrößte Flüchtlingslager der Welt geworden.

Österreich stellt aus dem Auslandskatastrophenfonds für den Südsudan, zusammen mit Yemen, drei Millionen Euro für humanitäre Hilfe zur Verfügung. Damit soll 180.000 Menschen geholfen werden.

So hilft die Caritas im Südsudan

Flüchtlingslager im Südsudan

Seit Ausbruch des Krieges vor drei Jahren unterstützt die Caritas Österreich mit einer Vielzahl an Projekten bedürftige Menschen mit Nahrungsmittelhilfe sowie der Erhaltung ihrer Lebensgrundlage. Derzeit unterstützt die Caritas über 40.000 bedürftige Menschen mit Nahrungsmittelhilfe bzw. hilft, nach Flucht oder Dürre, die Nahrungsmittelproduktion wieder aufzunehmen.

 

Nahrungsmittelhilfe für Vertriebene

In Flüchtlingslagern und Konfliktgebieten unterstützt die Caritas vertriebene Menschen mit Nahrungsmitteln, Materialen zum Anbau, Notunterkünften, Kursen zur Verbesserung der Hygienesituation. Sobald die Situation wieder stabiler ist, werden Saatgut, Material und Training für die Nahrungsmittelproduktion zur Verfügung gestellt.

Zudem trägt die österreichische Caritas über das Caritas-Netzwerk, durch die amerikanische Caritas (CRS) bzw. lokale Pfarren in Upper Nile State durch Nahrungsmittelhilfe zur Ernährung von 6.000 Menschen - davon 40% Kinder - bei, die seit Monaten unter militärischen Konflikten leiden und teilweise ihre Dörfer verlassen mussten.

Ernährungszentrum für Babys und Kleinkinder

Drei Kinder essen aus einer Schüssel.

Reis, Linsen, Bohnen und Gemüse ermöglichen Babys und Kleinkindern eine gesunde Entwicklung.

Die Caritas Steiermark betreibt, gemeinsam mit der St. Vincent de Paul Society, zwei Babyfeeding Center. In diesen erhalten 700 Babys und Kleinkinder bis fünf Jahre dreimal wöchentlich ein nahrhaftes Essen. Ein drittes Center ist in Planung.

Am 20.2. ist im Camp in Mahad bei Juba ein Feuer ausgebrochen. Dabei sind 164 Zelte verbrannt, die Menschen haben ihr gesamtes Hab und Gut sowie einen Großteil der Lebensmittelvorräte verloren. Die Caritas Steiermark wird mit der St. Vincent de Paul Society über 160 Familien von intern Vertriebenen mit Nahrungsmittelpaketen unterstützen.

In Zusammenarbeit mit der Diözese Rumbek plant die Caritas Steiermark Nahrungsmittelhilfe für etwa 690 Menschen in der Pfarre St. Anselm Bunagkok.

 

500.000 € konnte die Caritas Österreich 2016 für humanitäre Hilfe aufbringen. In der aktuellen Situation steigt der Bedarf. 

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Unsere Projekte im Südsudan

Aufbau einer Landwirtschaft - Südsudan

Eine der größten Herausforderungen des jungen Staates Südsudan ist die Nahrungssicherheit für seine Bevölkerung. Die Landwirtschaft des eigentlich sehr fruchtbaren Landes muss wieder aufgebaut werden.

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Mit einem Handwerk zur Selbständigkeit - Südsudan

Ausgebildete junge Menschen können nicht nur ihre Familien ernähren, sondern leisten einen wichtigen Beitrag für den Aufbau des Südsudans.

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Grundschule im Südsudan

Knapp 70 % der Erwachsenen im Südsudan können weder Lesen noch Schreiben. Auch die Zahl der Kinder, die eine Grundschule besuchen ist mit 42 % sehr gering. Da Bildung und Ausbildung für den jüngsten Staat der Erde einer der wichtigsten Bausteine für eine gesunde Zukunft sind, betreiben wir den Bau, Ausbau und Erhalt einer Grundschule in Lologo.

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Landwirtschaftstraining für Frauen

In diesem Projekt werden Frauen darin geschult, ihre kleine Landwirtschaft ökologisch und effizienter zu führen sowie die produzierten Überschüsse gewinnbringend zu vermarkten, um damit ihre Familien langfristig ernähren und ihren Kindern eine Schulbildung ermöglichen zu können.

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Nahrung für Babys und Kleinkinder - Südsudan

Reis, Linsen, Bohnen und Gemüse ermöglichen Babys und Kleinkindern eine gesunde Entwicklung.

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